Bibliothek Alvensleben
Die als Dauerleihgabe der Familie von Alvensleben 1975
übernommene Sammlung umfaßt ca. 12.500 Titel
in 5494 Buchbinderbänden, vorwiegend in lateinischer
und deutscher Sprache. Den Kern der Sammlung bildet die
Privatbibliothek des Joachim von Alvensleben (1514-1588)
aus dem 16. Jahrhundert. 60 Prozent des Bestandes beziehen
sich auf diese Zeit. Aus dem 17. Jahrhundert stammen 30
Prozent und aus dem frühen 18. Jahrhundert 10 Prozent
der Bücher. Die Bibliothek beinhaltet hauptsächlich
Theologica, Philosophica, Philologica, Juridica, Historica,
Medica, Astronomica und Mathematica sowie Leichenpredigten.
Zu allen Disziplinen gehören Sammelbände.
Verzeichnung: Nachweis im OPAC
Sammlung Hermann Brüdern
Aus dem Nachlaß des hannoverschen Sammlers Hermann
Brüdern (1935-1975) wurde der Bibliothek eine Sammlung
kostbarer Erstausgaben und Drucke der Weltliteratur des
17. bis 20. Jahrhunderts gestiftet. Unter den 200 Werken
(230 Bde) befinden sich bedeutende Erstausgaben der deutschen,
französischen und englischen Literatur und Philosophie
und zahlreiche Widmungsexemplare aus dem 18. und 19. Jh.
Das kostbarste Einzelstück ist die zweite Folioausgabe
von Shakespeares Werken.
Bibliothek der Gewerbeschule
Wolfenbüttel
Der Bestand von ca. 990 Werken (in ca. 1500 Bänden)
aus Wolfenbütteler Leihbibliotheken des 19. Jahrhunderts
enthält ausschließlich Unterhaltungs- und Trivialliteratur
in deutscher Sprache, erschienen zwischen 1810 und 1870.
Bibliothek Kurt Meyer-Rotermund
Die Privatbibliothek des Wolfenbütteler Schriftstellers
Kurt Meyer-Rotermund (1884-1977) wurde 1978 von der Witwe
des Sammlers zusammen mit seinem schriftlichen Nachlaß
erworben. Sie umfaßt ca. 4000 Bände vor allem
zeitgenössischer Literatur, darunter eine Sammlung
von Schriften und Widmungsexemplaren von Johannes Schlaf.
Die Arbeitsbibliothek des Wolfenbütteler Autors enthält
Bücher aus vielen Wissensgebieten, auch zahlreiche
Schriften zur Lokalgeschichte von Wolfenbüttel.
Bibliothek Kurt Schreinert
Die Bibliothek des Göttinger Germanisten Kurt Schreinert
(1901-1967) wurde 1974 erworben. Sie umfaßt ca. 4500
Bände (ca. 4000 Titel) zur deutschen und ausländischen
Literatur vorwiegend des 19. Jahrhunderts und beinhaltet
eine Fontane-Sammlung. Vorhanden sind zahlreiche Werke zur
Literatur- und Kulturgeschichte. Weitere Schwerpunkte bilden
Autobiographien und Berolinensien.
Theatersammlung
Diese Sondersammlung wurde vom Archiv des ehemaligen Braunschweiger
Hoftheaters, des heutigen Staatstheaters, an die Bibliothek
abgegeben und umfaßt ca. 3300 Werke. Ein kleinerer
Teil (ca. 500 Titel) wird ausdrücklich als "Repertoire
des Nationaltheaters" bezeichnet. Gedrucktes und handschriftliches
Material sind gemischt. Enthalten sind Stücke sowohl
des Sprech- als auch des Musiktheaters, vor allem aus dem
19. und dem frühen 20. Jahrhundert. Vielfach sind -
praxisbedingt - von denselben Werken mehrere "Versionen"
oder auch Auszüge vorhanden: übliche Textdrucke
und Partituren einerseits, durchschossene Exemplare (als
Regie-, Soufflier- oder Inspektionsbücher). Auszüge
im Sinne von Rollenbüchern und Stimmheften musikalischer
Partien andererseits. Die Sammlung bedarf der Restaurierung.
An einer genauen Erschließung fehlt es bisher.
Bibliothek Töpfer
Der als Dauerleihgabe der Bundesrepublik Deutschland in
der Bibliothek befindliche Teil der Sammlung des österreichischen
Anwalts Dr. Ludwig Töpfer wurde 1943 von Martin Bormann
für ein geplantes bibliophiles Kabinett als Teil eines
Nationalmuseums in Linz erworben. Die Kisten überdauerten
den Krieg in München. Der in Bundesbesitz übergegangene
Bestand wurde 1972 geteilt. Das Schiller Nationalmuseum
in Marbach, das Freie Deutsche Hochstift in Frankfurt und
die Herzog August Bibliothek erhielten je etwa ein Drittel
des Bestandes. Der Wolfenbütteler Teil umfaßt
ca. 1000 Titel in 2300 Bänden darunter Erstausgaben
und Gesamtausgaben deutscher Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts
(ca. 700 Titel) sowie vorzügliche Ausgaben ausländischer,
vor allem französischer Literatur (ca. 300 Titel).
Die Sammlung ist in hervorragendem Zustand überliefert,
geschlossen aufgestellt und durch einen Standortkatalog
in Zettelform erschlossen.
Verzeichnung: Nachweis im OPAC
Eggerssche Familienstiftung
Die Nachkommen des Kunsthistorikers Friedrich Eggers (1819-1872)
übergaben der Bibliothek als Dauerleihgabe eine Sammlung
von 150 Erstausgaben und Widmungsexemplaren deutscher Literatur
des 19. Jahrhunderts, die auch aufgrund vieler Originaleinbände
bemerkenswert ist.
Sammlung Ernst Pepping
Die 1984 übernommene Bibliothek von Ernst Pepping
(1901-1981) umfaßt ca. 1120 Ausgaben in ca. 2000 Bänden
mit dem Schwerpunkt deutsche Literatur. Der Literaturkanon
des Zeitraums 1770 bis 1850 ist hervorragend vertreten.
Innerhalb dieses Rahmens liegen die Schwerpunkte bei der
deutschen Klassik und vor allem bei den Romantikern. Die
Erstausgaben gerade dieser Autorengruppe stellen eine hervorragende
Ergänzung zu den vorhandenen Beständen dieser
Epoche dar (beispielsweise 15 Erstausgaben von Tieck, die
wertvolle Erstausgabe von Achim von Arnims und Clemens Brentanos
"Des Knaben Wunderhorn", Heidelberg 1805). Weitere
Schwerpunkte bilden das deutsche und europäische Märchen,
Reisebeschreibungen des späten 18. und des frühen
19. Jahrhunderts sowie Almanache aus der gleichen Zeit.
Goethe-Bibliothek Hans Sachse
Die 1985 der Bibliothek übergebene Sammlung von Hans
Sachse (1906-1979) umfaßt ca. 3000 Bände; sie
enthält neben Standardwerken zur Goethe-Forschung zahlreiche
sehr seltene und abgelegene Kleinschriften. Die Bände
tragen die Signatur Wh und sind systematisch geordnet
sowie geschlossen aufgestellt.
Bildgedicht-Sammlung Gisbert Kranz
1985 erwarb die Bibliothek die Sammlung von Gisbert Kranz
(*1921) mit rund 16.000 Gedichten über Werke der bildenden
Kunst vom Ausgang der Antike bis zur Gegenwart, darunter
eine Fülle von Autographen und unveröffentlichten
Gedichten zeitgenössischer Schriftsteller.
Verzeichnung: Nachweis im OPAC
Bibliothek Ernst Kreuder
Die 1992 übernommene Sammlung von Ernst Kreuder (1903-1972)
umfaßt ca. 3000 Bände, vornehmlich Werke des
20. Jahrhunderts.
Verzeichnung: Nachweis im OPAC