Das Handschriftenzentrum an der Herzog August Bibliothek ist eine Kompetenz- und Dienstleistungseinrichtung zur Erschließung und Erforschung mittelalterlicher Handschriftenbestände in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Seit den 1970er Jahren werden hier Handschriftenbestände aus Nordwestdeutschland nach den Richtlinien und mit Förderung der DFG katalogisiert. Aus dieser Arbeit sind zahlreiche gedruckte Kataloge hervorgegangen, so etwa zu Handschriften in Lüneburg, Ebstorf, Hildesheim, Hannover, Oldenburg, Goslar und Bremen. Diese Kataloge sind mittlerweile zum größten Teil auch über die Handschriftendatenbank Manuscripta mediaevalia zugänglich.
Ziel ist es, unzulänglich oder nicht katalogisierte Handschriftenbestände nach heutigen Qualitätsstandards zu katalogisieren, über Kataloge und Datenbanken zugänglich zu machen und dem wissenschaftlichen Nutzer den Zugang zu den Quellen zu vermitteln. Institutionen können sich darüber hinaus bei Fragen der Digitalisierung von Handschriften an die Herzog August Bibliothek wenden.
Mit Förderung der DFG und anderer Förderinstitutionen werden Projekte zur Erschließung von Beständen und zum Aufbau von Datenbanken, zum Beispiel zur Einbandkunde, durchgeführt.
Im September 2011 fand in der Herzog August Bibliothek eine internationale Tagung zum Thema Neuentwicklungen bei der Katalogisierung - Vernetzung und Wandel durch Digitalisierung statt. Das Programm sowie Präsentationen der Vorträge finden Sie hier.



