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Anmerkungen zu kritischen Editionen

Digitale Editionen folgen den selben Gesetzmäßigkeiten wie gedruckte Editionen, allerdings ergeben sich im Detail Unterschiede, z.B. im Bereich der Darstellungsmöglichkeiten und bei der Modularisierung und Edition als work in prgross. Auch die Beigabe von Faksimiles bzw. des idealerweise kompletten Quellenbestandes war so in einer gedruckten Version nicht möglich. Einer neue Betrachtungsweise unterliegen Transkription und Regsiter durch die vielfältigen neuen Retrievalmöglichkeiten auf der Basis des getaggten XML-Volltextes. Dieser Unterschiede eingedenk finden sich auch in digitalen Editionen die für kritische Ausgaben üblichen Bestandteile:

Einleitung (Praefatio)

Dazu gehört die Darstellung der einzelnen Textzeugen und deren Überlieferungsgeschichte sowie die Darstellung der Beziehungen zwischen den Handschriften oder Drucken idealerweise in stemmatischer Form. Angegeben werden hier die verwendeten Siglen. Sofern es sich um eine kommentierte Ausagbe handelt, sind folgende Aspekte zu berücksichtigen: 1) Biographie des oder der Verfasser, 2) stofflich-inhaltliche Voraussetzungen des Textes; literarisch- kulturgeschichtliche Charakterisierung, 3) Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte (vgl. die Einleitung von West zur Dasypodius Edition).

Text

Die Transkription mit den enstprechenden textkritischen Auszeichnungen (s. Korrekturen, Emmendationen)

Apparate/Register

Unterschieden werden gemeinhein Apparte zu 1) Fontes, 2) Testimonien, 3) kritische Apparat, 4) Kommentar.

Vgl. hierzu u.a.: Gerhard Jäger: Einführung in die Klassische Philologie. 3. Aufl. München 1990. - Martin L. West: Textual Criticism and Editorial Technique. Applicable to Greek and Latin Texts. Stuttgart 1973.

 

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Zuletzt geändert am 14. Juli 2009
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