Erschließungsdokumentation
Der Digitalisierung einer Inkunabel folgte ihre inhaltliche Erschließung in Form von strukturellen Metadaten unter Benutzung des TOC-Editors (siehe "Erschließungsinstrumente"). Die Verwendung von strukturellen Metadaten zur Erschließung der digitsalisierten Inkunabeln der vdIb verfolgte zum einen das Ziel, die Navigation durch die Inhalte der Digitalisate für die Benutzer zu erleichtern. Zum anderen sollten die einzelnen druckspezifischen Eigenschaften sowie strukturierende Elemente vermerkt werden, um so die Besonderheiten der digitalisierten Inkunabeln dem Benutzer leichter zugänglich zu machen. Im Folgenden sollen die Richtlinien und Gegenstände der inhaltlichen Erschließung dokumentiert werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die thematische und textstrukturelle Vielfalt der Inkunabelproduktion die Formulierung eines für alle Digitalisate bis ins Detail sinnvollen und einheitlichen Erschließungsgrades verhindert. Die logische Konsequenz war die Ausrichtung der Erschließung an den vorkommenden thematischen Gruppen innerhalb der digitalisierten Inkunabeln.
Allgemeine Erschließungsrichtlinien der vdIb
I. Transkriptionen
In regelmäßigen Abständen von circa 10 Seiten
wurden signifikante Textbestandteile transkribiert, womit
dem Benutzer eine gute Übersicht über den Inhalt
des Digitalisates ermöglicht wird. Falls eine bessere
Inhaltsübersicht durch einen anderen als den eben erwähnten
Transkriptionsabstand erreicht werden konnte, wurde dem
formulierten Ziel entsprechend die Positionen der Transkriptionen
angepaßt. Daher orientieren sich die Transkriptionen
vor allem an der jeweiligen Textstruktur des Digitalisates
und geben vorrangig Buch- und Kapitelüberschriften
sowie die dazugehörenden Textanfänge wieder. Falls
eine Inkunabel nicht über eine solche Struktur verfügte,
was vor allem in der Anfangszeit der Inkunabelproduktion
häufiger auftrat, wurden die Seitenanfänge in
dem erwähnten Abstand transkribiert. Maximal erfolgten
auf einer Seite drei Transkriptionen. Die jeweilige Länge
der Transkription ergab sich aus dem Textzusammenhang. Abkürzungen
im Originaltext wurden generell in den Transkriptionen aufgelöst.
Zur Wahrung der Authentizität wurden Fehler im Text
der Inkunabeln in die Transkription übernommen.
II. Druckmerkmale und druckspezifische Eigenschaften
Folgende Druckmerkmale und druckspezifische Eigenschaften
wurden in der vdIb bearbeitet :
" Titelblatt
" Titelillustration
" Illustration
" Schmuckinitiale
" Musiknoten
" Annotation
" Kolophon
" Druckerzeichen
" Provenienz
Alle diese Druckmerkmale und druckspezifische Eigenschaften
der digitalisierten Inkunabeln wurden in der vdIb unabhängig
von dem Transkriptionsabstand vermerkt und sind somit in
ihrer Gesamtheit anhand der Inhaltsübersicht des jeweiligen
Digitalisates leicht zugänglich.
Allerdings erfolgt keine weitergehende Erschließung
dieser Datenmengen. Die Anzeige der eben aufgelisteten Daten
erfolgt über zugeordnete Icons.
III. Ordnungsbegriffe und Kommentare
Entgegen der Darstellung der Druckmerkmale und der druckspezifischen
Eigenschaften werden die Ordnungsbegriffe in textlicher
Form wiedergegeben. Zu den Ordnungsbegriffen zählen:
" Einband
" Spiegel
" Makulatur
" Inhaltsverzeichnis / Register
" Verweise auf moderne Editionen (siehe Punkt IV)
Mit Hilfe der Kommentarfunktion des verwendeten TOC-Editors
konnten die Bearbeiter über die generelle zur Verfügung
stehenden, standardisierten Möglichkeiten hinaus, auf
Bemerkenswertes hinweisen. Die Kommentarfunktion wurde auch
benutzt, um die zitierten Bibelstellen und die Heiligen-
und Feiertage in der umfangreichen digitalisierten Sermonesliteratur
zu belegen .
IV. Verweise auf moderne Editionen
Bei Vorhandensein einer modernen Edition wurde im gleichen Abstand, in welchem auch die Transkriptionen erfolgten, auf die entsprechende Stelle in der Edition verwiesen. Die Verweise erfolgten durch geläufige Abkürzungen.
V. Die Erschließung der Predigtliteratur
Die zahlreich digitalisierte Predigtliteratur wurde in Wolfenbüttel
besonders detailliert erschlossen. Außer den generellen
Erschließungsmaßnahmen wurden parallel zu den
Transkriptionen die vorhandenen Heiligen- und Festtage entsprechend
den Sigeltabellen von Johannes Baptist Schneyer mittels
der Kommentarfunktion wiedergegeben. Auch wurde die zu dem
aufgeführten Heiligen- und Festtag gehörende Bibelstelle
nach den Loccumer Richtlinien zitiert.



