Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

TEI Elementliste


Inhalt

1. TEI-Elemente

1.1. additional

Im Element <listBibl> wird die Literatur zur gesamten Handschrift gesammelt.

Das Element <additional> in den TEI-Guidelines

1.2. altIdentifier

Das Element kann innerhalb von <msIdentifier> oder innerhalb von <msPart> vorkommen.

Innerhalb von <msPart> ist dieses Element verpflichtend und dient der Identifikation des Handschriftenteils. Da es aber nur das Kindelement <idno> enthalten muß, sollte eine entsprechende Teilsignatur gebildet werden und entsprechend der Art des vorliegenden Teils das type-Attribut gesetzt werden.

Das Element <altIdentifier> in den TEI-Guidelines

1.3. author

Das Element sollte zur Handschriftenbeschreibung nur an zwei Stellen verwendet werden:

Dieses scheinbar simple Element birgt zwei Schwierigkeiten: Zum einen muß es in TEI keine Person sein – was bei Pseudoautoren durchaus auch positiv sein kann –, andererseits ist gerade bei Pseudoautoren keine identifizierende Zuweisung möglich. Ein Ausweg bietet hier die zusätzliche, innere Verwendung von <rs> mit einer entsprechenden Typisierung.

Das Element <author> in den TEI-Guidelines

1.4. choice

Das Element <choice> dient als Container für Angaben, die konkurrierend nebeneinander stehen, ohne dass eine Über- und Unterordnung erkennbar oder festzulegen ist. Solche Gleichordnungen liegen z.B. bei Abkürzungen und deren Auflösung oder bei Bezeichnungen von Fehlern und deren Korrektur vor. In solchen Fällen werden die betroffenen Elemente in beliebiger Reihenfolge vom Container <choice> umschlossen:

<choice>
 <abbr></abbr>
 <expan></expan>
</choice>
<choice>
 <sic></sic>
 <corr></corr>
</choice>

Das Element <choice> in den TEI-Guidelines

1.5. decoDesc

In entsprechend zu typisierenden <decoNote>-Elementen werden alle Angaben zum Buchschmuck erfaßt. <decoNote> darf beliebig oft vorkommen.

Das Element <decoDesc> in den TEI-Guidelines

1.6. decoNote

Das Element <decoNote> nimmt die Beschreibung eines Aspektes des Buchschmucks einer Handschrift auf. Dabei ist das Attribut type zu verwenden, um den Inhalt jeder <decoNote> klassifizieren zu können und den Austausch mit anderen Datenbasen und das Generieren von Registereinträgen zu erleichtern.

Das type-Attribut sollten einen der folgenden Werte annehmen:

Das Element <decoNote> in den TEI-Guidelines

1.7. handDesc

Je nach Umfang der vorliegenden Informationen werden alle die Schrift und Schreiber betreffenden Angaben in <handNote>- oder <p>-Elementen erfaßt.

Das Element <handDesc> in den TEI-Guidelines

1.8. head

Das Element <head> kann als ‘Top-Level-Element’ sowohl innerhalb von <msDescription> als auch von <msPart> vorkommen. Das im folgenden Gesagte bezieht sich daher immer auf die jeweilige Ebene des Vorkommens.

Hier sollte der Katalogtitel der Handschrift (bei Vorkommen in <msDescription>) oder eine Bezeichnung des Handschriftenteils (normalerweise eine römische Nummer; in <msPart>) in einem <title>-Element stehen sowie die Schlagzeile in einem Element note type="caption". Wird die Schlagzeile nicht explizit angegeben, so muß sie entsprechend vorheriger Festlegung aus entsprechenden Einträgen gebildet werden.

Da einerseits einige Eintragungen – etwa Entstehungszeit – unter Umständen nur in der Schlagzeile vorkommen, sind <origDate> und <origPlace> explizit anzugeben. (Eine Ausnahme wäre möglich, wenn beides in <origin> ausgezeichnet ist.) Diese Angaben ließen sich beispielsweise auch für die Einspeisung in den OPAC nutzen.

Sollte es sich bei der zu beschreibenden Handschrift um eine Faszikelhandschrift handeln, so sollten <origDate> und <origPlace> auf dieser obersten Ebene ausgelassen werden. Die entsprechenden Angaben sind in den <head>-Elementen in <msPart> unterzubringen.

Das Element <head> in den TEI-Guidelines

1.9. locus

Das Element <locus> kann als sogenanntes ‘phrase level element’ überall in der Handschriftenbeschreibung vorkommen. Es defniert eine Platzangabe innerhalb einer Handschrift, normalerweise als Serie von Folionummern.

Das Element kann die Attribute from, to, targets und scheme haben. Die Attribute from, to, targets enthalten Folioangaben in normalisierter (kanonischer) Form. Dabei werden die Attribute from und to verwendet, um den Start- und Endpunkt einer sukzessiven Folge von Seiten anzuzeigen, das Attribut targets aber, um Links zu ausgewählten Seiten aufzunehmen.

<locus from="13r">fol. 13r</locus>
<locus from="13r" to="25r">13r-25v</locus>
<locus targets="13r 14r 20v">fol. 13r, 14r, 20v</locus>

Die Verwendung eines der Attribute from oder targets ist obligatorisch.

Das Element <locus> in den TEI-Guidelines

1.10. msContents

Es sollte stets die Variante mit <msItem> und optionalem vorhergehenden <summary> gewählt werden. In welchem Maße weiter strukturierende <msItem>-Elemente zu verwenden sind, bleibt zu diskutieren. Ebenso ist zu klären, wie mit erwähnten, aber nicht ausführlich diskutierten, Textteilen umzugehen ist.

Das Element <msContents> in den TEI-Guidelines

1.11. msIdentifier

Hierbei ist die Angabe von <settlement>, <repository> und <idno> verpflichtend. Ob die gesamte Signatur in <idno> kommt oder aufgeteilt werden sollte, bleibt zu diskutieren.

Das Element <msIdentifier> in den TEI-Guidelines

1.12. msPart

Grundsätzlich wird das Element <msPart> für einfache Handschriften nicht verwendet. Die Ausnahme bilden Angaben zu Fragmenten. In diesem Falle wird die eigentliche Handschrift normal beschrieben, das Fragment aber in einem abschließenden <msPart> (bzw. bei mehreren Elementen entsprechend vielen).

Grundsätzlich wird für jeden Faszikel ein <msPart>-Element verwendet. Um eine automatische Unterscheidung von Fragmenten zu ermöglichen, ist entweder hier (wobei ein passendes Attribut fehlt) oder bei dem verpflichtend vorgeschriebenen <altIdentifier>-Kindelement (hier wäre das type-Attribut naheliegend) ein entsprechendes Attribut zu setzen. Mögliche Werte wären 'frag' und 'fasc'.

Das Element <msPart> in den TEI-Guidelines

1.13. musicNotation

In <p>-Elementen werden hier alle Informationen zu Musiknoten ausgezeichnet.

Das Element <musicNotation> in den TEI-Guidelines

1.14. objectDesc

Die Detailelemente <supportDesc> und <layoutDesc> sind statt tei.paragraph zu verwenden. Für alle Maßangaben sollte <dimensions> benutzt werden, wenn lediglich exakte Höhen-, Breiten- und Tiefenangaben erforderlich bzw. vorhanden sind, ansonsten <measure>. In beiden Fällen ist das unit- und das type-Attribut zu belegen.

Das Element <objectDesc> in den TEI-Guidelines

1.15. origDate

Das Element ist zwar laut TEI-Richtlinien grundsätzlich ein ‘phrase-level’-Element, d.h. es kann grundsätzlich in allen tei.paragraphen und beliebig oft vorkommen, doch innerhalb der Handschriftenkatalogisierung sollte das Element nur an drei Stellen und nur maximal einmal auftreten: innerhalb von

Da das Element die definitve Festlegung der Datierung durch den Verfasser des Katalogisates enthält, ist eine Angabe vor allem für die gesamte Handschrift, für Teile der Handschrift und für den Einband vorstellbar.

Hinweis auf notBefore/notAfter und dass beides verwendet werden muss.

Das Element <origDate> in den TEI-Guidelines

1.16. origPlace

Das Element ist zwar laut TEI-Richtlinien grundsätzlich ein ‘phrase-level’-Element, d.h. es kann grundsätzlich in allen tei.paragraphen und beliebig oft vorkommen, doch innerhalb der Handschriftenkatalogisierung darf das Element nur an drei Stellen und nur maximal einmal auftreten: innerhalb von

Da das Element die definitve Festlegung des Herkunftsortes durch den Verfasser des Katalogisates enthält, ist eine Angabe nur für die gesamte Handschrift, für Teile der Handschrift und für den Einband vorstellbar.

Das Element <origPlace> in den TEI-Guidelines

1.17. physDesc

Es sollte zugunsten der Einzelelemente auf tei.paragraph verzichtet werden.

Das Element <physDesc> in den TEI-Guidelines

1.18. sic

Statt dem bisherigen Usus, nach einem offensichtlich verschriebenen Wort in eckigen oder runden Klammern ein Ausrufezeichen zu setzen, verwendet TEI das Element <sic>: Es schließt das Worte bzw. die Wörter ein. So wird vor allem deutlich, auf welche Worte sich der Kommentar tatsächlich erstreckt. Soll zusätzlich die korrekte Schreibung angegeben werden, so ist innerhalb eines <choice>-Elementes mit <sic> und <corr> zu arbeiten.

Das Element <sic> in den TEI-Guidelines

1.19. unclear

Statt dem bisherigen Usus, nach einem nicht eindeutig zu lesenden Wort in eckigen oder runden Klammern ein Fragezeichen zu setzen, verwendet TEI das <unclear>: Es schließt das Worte bzw. die Wörter ein. Dies bietet den Vorteil, die Erstreckung des Kommentars eindeutig festlegen zu können.

Das Element <unclear> in den TEI-Guidelines



Torsten Schaßan. Datum: 2005-10-20
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