Bibliotheken, Sammlungen

Die folgenden Sammlungen wurden dauerhaft für die Bibliothek erworben oder ihr übergeben. Informationen über Deposita auf einer eigenen Seite.

  • Sammlung Hermann Brüdern
  • Bibliothek der Gewerbeschule Wolfenbüttel
  • Bildgedicht-Sammlung Gisbert Kranz
  • Bibliothek Ernst Kreuder
  • Bibliothek Kurt Meyer-Rotermund
  • Sammlung Ernst Pepping
  • Goethe-Bibliothek Hans Sachse
  • Bibliothek Kurt Schreinert
  • Theatersammlung

Sammlung Hermann Brüdern

Aus dem Nachlaß des hannoverschen Sammlers Hermann Brüdern (1935-1975) wurde der Bibliothek eine Sammlung kostbarer Erstausgaben und Drucke der Weltliteratur des 17. bis 20. Jahrhunderts gestiftet. Unter den 200 Werken (230 Bände, Signatur We) befinden sich bedeutende Erstausgaben der deutschen, französischen und englischen Literatur und Philosophie und zahlreiche Widmungsexemplare aus dem 18. und 19. Jh. Das kostbarste Einzelstück ist die zweite Folioausgabe von Shakespeares Werken.

Bibliothek der Gewerbeschule Wolfenbüttel

Der Bestand von ca. 990 Werken (in ca. 1500 Bänden, Signatur Wc) aus Wolfenbütteler Leihbibliotheken des 19. Jahrhunderts enthält ausschließlich Unterhaltungs- und Trivialliteratur in deutscher Sprache, erschienen zwischen 1810 und 1870.

Bildgedicht-Sammlung Gisbert Kranz

1985 erwarb die Bibliothek die Sammlung von Gisbert Kranz (*1921) mit rund 16.000 Gedichten (Signatur Kranz) über Werke der bildenden Kunst vom Ausgang der Antike bis zur Gegenwart, darunter eine Fülle von Autographen und unveröffentlichten Gedichten zeitgenössischer Schriftsteller.

Bibliothek Ernst Kreuder

Die 1992 übernommene Sammlung von Ernst Kreuder (1903-1972) umfaßt ca. 3000 Bände (Signatur Kreuder), vornehmlich Werke des 20. Jahrhunderts.

Bibliothek Kurt Meyer-Rotermund

Die Privatbibliothek des Wolfenbütteler Schriftstellers Kurt Meyer-Rotermund (1884-1977) wurde 1978 von der Witwe des Sammlers zusammen mit seinem schriftlichen Nachlass erworben. Sie umfaßt ca. 4000 Bände (Signatur Wg) vor allem zeitgenössischer Literatur, darunter eine Sammlung von Schriften und Widmungsexemplaren von Johannes Schlaf. Die Arbeitsbibliothek des Wolfenbütteler Autors enthält Bücher aus vielen Wissensgebieten, auch zahlreiche Schriften zur Lokalgeschichte von Wolfenbüttel.

Sammlung Ernst Pepping

Die 1984 übernommene Bibliothek von Ernst Pepping (1901-1981) umfaßt ca. 1120 Ausgaben in ca. 2000 Bänden (Signatur Wi) mit dem Schwerpunkt Deutsche Literatur. Der Literaturkanon des Zeitraums 1770 bis 1850 ist hervorragend vertreten. Innerhalb dieses Rahmens liegen die Schwerpunkte bei der Deutschen Klassik und vor allem bei den Romantikern. Die Erstausgaben gerade dieser Autorengruppe stellen eine hervorragende Ergänzung zu den vorhandenen Beständen dieser Epoche dar (beispielsweise 15 Erstausgaben von Tieck, die wertvolle Erstausgabe von Achim von Arnims und Clemens Brentanos "Des Knaben Wunderhorn", Heidelberg 1805). Weitere Schwerpunkte bilden das deutsche und europäische Märchen, Reisebeschreibungen des späten 18. und des frühen 19. Jahrhunderts sowie Almanache aus der gleichen Zeit.

Goethe-Bibliothek Hans Sachse

Die 1985 der Bibliothek übergebene Sammlung von Hans Sachse (1906-1979) umfaßt ca. 3000 Bände; sie enthält neben Standardwerken zur Goethe-Forschung zahlreiche sehr seltene und abgelegene Kleinschriften. Die Bände tragen die Signatur Wh und sind systematisch geordnet sowie geschlossen aufgestellt.

Bibliothek Kurt Schreinert

Die Bibliothek des Göttinger Germanisten Kurt Schreinert (1901-1967) wurde 1974 erworben. Sie umfaßt ca. 4500 Bände (ca. 4000 Titel, Signatur Wb) zur deutschen und ausländischen Literatur vorwiegend des 19. Jahrhunderts und beinhaltet eine Fontane-Sammlung. Vorhanden sind zahlreiche Werke zur Literatur- und Kulturgeschichte. Weitere Schwerpunkte bilden Autobiographien und Berolinensien.

Theatersammlung

Diese Sondersammlung wurde vom Archiv des ehemaligen Braunschweiger Hoftheaters, des heutigen Staatstheaters, an die Bibliothek abgegeben und umfaßt ca. 3300 Werke (Signatur Wd). Ein kleinerer Teil (ca. 500 Titel) wird ausdrücklich als "Repertoire des Nationaltheaters" bezeichnet. Gedrucktes und handschriftliches Material sind gemischt. Enthalten sind Stücke sowohl des Sprech- als auch des Musiktheaters, vor allem aus dem 19. und dem frühen 20. Jahrhundert. Vielfach sind - praxisbedingt - von denselben Werken mehrere "Versionen" oder auch Auszüge vorhanden: übliche Textdrucke und Partituren einerseits, durchschossene Exemplare (als Regie-, Soufflier- oder Inspektionsbücher). Auszüge im Sinne von Rollenbüchern und Stimmheften musikalischer Partien andererseits. Die Sammlung bedarf der Restaurierung. An einer genauen Erschließung fehlt es bisher.