Sekundärformen

Digitalisierung von Handschriften und Katalogen

In zunehmendem Maße werden Handschriften digitalisiert und über das Internet zugänglich gemacht, um der Forschung einen einfachen und schnellen Zugriff auf besonders wichtige Werke zu ermöglichen. Vor allem Bilderhandschriften sollen auf diese Weise präsentiert werden, um die empfindlichen Originale vor allzu intensiver Benutzung zu schützen ohne ihre Erforschung einzuschränken.

Zugang zu den vollständig digitalisierten und zum Teil auch inhaltlich erschlossenen Handschriften der Herzog August Bibliothek erhalten Sie über die Handschriftendatenbank. Eine Übersicht über die digitalisierten Kataloge finden Sie hier.

Faksimiles

Eine präzise und erschöpfende Definition des Begriffs "Faksimile" gibt es nicht. Wörtlich bedeutet "fac simile" lediglich "mache (es) ähnlich", kann also für verschiedene Arten von Reproduktionen verwendet werden. Zumeist gebraucht man den Ausdruck für Nachbildungen von Handschriften und alten bzw. kostbaren Drucken. Faksimileausgaben sollen zum einen Handschrfiten bzw. Drucke einem breiten Kreis von Forschern, interessierten Laien und Sammlern zugänglich machen und zum anderen die sehr empfindlichen Originale vor schädlichen Einflüssen schützen. Sind zahlreiche Faksimiles an einem Ort vorhanden, können mehrere Objekte bequem zugleich studiert werden.

Im Regelfall sind drei verschiedene Probleme bei der Herstellung eines Handschriftenfaksimiles zu lösen: Die Farben sollen mit dem Original völlig übereinstimmen, das Gold soll nicht zu strahlend erscheinen, das Papier muss die Stärke und Tönung des Pergaments aufweisen. Die sich ständig weiterentwickelnde Drucktechnik kommt heute zu immer besseren Resultaten. Für alle Faksimileausgaben ist ein Kommentarband unerlässlich, der die bisherige Forschung über die Handschrift zusammenfasst und Anregung zu neuen Studien gibt.

Die Herzog August Bibliothek besitzt eine umfangreiche Sammlung von Handschriftenfaksimiles (über 900 Bände); insbesondere sind fast alle wichtigen Ausgaben der letzten Jahrzehnte vorhanden. Der kontinuierliche Ausbau der Sammlung ist nur mit Unterstützung vön Mäzenen möglich!

Kontakt: Dr. Christian Heitzmann, Tel. 05331 - 808 129

Verzeichnung: Nachweise der Faksimiles in einer separaten Liste und im OPAC.

Mikrofilme

Die Bibliothek besitzt eine große Anzahl an Mikrofilmen und Mikrofiches zu eigenen Beständen.

Kulturhistorische Sammlung Adam, Goslar

Darüber hinaus besitzt die HAB Mikrofilme von 57 mittelalterlichen Handschriften der ehem. Kulturhistorischen Sammlung Adam in Goslar, die 1979 versteigert wurde (einige Originale sind heute im Besitz der SBPK Berlin und der BSB München). Die Sammlung enthielt außerdem armenische und syrische Handschriften, 330 Autographen und 200 Urkunden.

Verzeichnung: Kulturhistorische Sammlung der Familie Adam. Bücher, Handschriften, Urkunden. 5.-20. Jh., Goslar 1963 (maschinenschr.)