Exlibris

Das Kernstück der Exlibris-Sammlung bildet die Sammlung des Freiherrn von Berlepsch (1787-1877), die als zweitälteste deutsche Sammlung gilt. Sie ist in chronologischer Ordnung in ein Album eingeklebt worden und umfasst 2383 Stücke vom Humanismus (Behaim, Pirckheimer u.a.) bis in das 19. Jahrhundert. Neben wenigen Porträts enthält die Sammlung auch Exlibris einzelner öffentlicher Bibliotheken und Leihbibliotheken.

Um der besseren Benutzbarkeit willen ist die durch einen handschriftlichen Katalog erschlossene Sammlung fotografisch reproduziert worden; die Reproduktionen sind zusammen mit den weiteren rund 1100 Exlibris der HAB aus dem 19. und 20. Jahrhundert einzeln auf Karton aufgelegt und werden nach dem Alphabet der Besitzer geordnet in 51 Kassetten aufbewahrt. Zu den jüngeren Erwerbungen gehört die Schenkung eines kleinen Sammelbandes vorzüglicher Exlibris aus dem 20. Jahrhundert durch G. Rohne.

Verzeichnung: Otto von Heinemann, Die Ex-Libris-Sammlung der Herzog August Bibliothek zu Wolfenbüttel, Berlin 1895. Die Exlibris der Sammlung Berlepsch sind digitalisiert und in der Datenbank Virtuelles Kupferstichkabinett erschlossen.

Literatur: Paul Raabe, Exlibris - Sammler - Bibliotheken, in: Einhundert Jahre Deutsche Exlibris-Gesellschaft 1891-1991, Konstanz 1991, S. 8-18.