Die Sterne lügen nicht. Astrologie und Astronomie im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit

Vom 23. November 2008 bis zum 7. Juni 2009 in der Augusteerhalle, der Schatzkammer, im Kabinett und im Globensaal der Herzog August Bibliothek

In der Ausstellung wurden Handschriften, Drucke, Globen und Himmelskarten aus dem Bestand der Bibliothek gezeigt.

Sternbilder und Planeten regen Phantasie und Forscherdrang seit Jahrtausenden dazu an, dem Einfluss des Himmels auf das irdische Geschehen nachzugehen. Solange sich der Mensch im Mittelpunkt des Kosmos wähnte und sich alles um die Erde drehte, wurde der Einfluss der Sterne kaum in Zweifel gezogen. Dem Rat der Astrologen folgten Päpste und Könige. Doch vor genau 400 Jahren begann mit der Erfindung des Teleskops und den damit möglichen Entdeckungen ein Umbruch: der Himmel wurde immer besser bekannt, die Erde verlor ihre Sonderstellung. Das neue Bild vom Himmel führte zur Abkehr vom ganzheitlichen Weltbild, das im Mikrokosmos des Menschen ein Abbild des Makrokosmos sah. Astronomie und Astrologie, nach Kepler wie Mutter und Tochter innig verbunden, gingen von da an getrennte Wege.

Die Ausstellung war ebenfalls ein Projekt des „Internationalen Jahres der Astronomie 2009“. Mit dem Jahr der Astronomie soll die Begeisterung für die Astronomie und die Beobachtung des Sternhimmels geweckt werden. Neben der astronomischen Beobachtung und dem Wunsch, möglichst vielen Menschen den Sternhimmel durch ein Fernrohr zu zeigen, soll während des Astrojahrs auch in den verschiedensten Veranstaltungen die Bedeutung der Astronomie für die Kultur und Gesellschaft deutlich werden.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen:
Christian Heizmann: Die Sterne lügen nicht. Astrologie und Astronomie im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. 2008. 284 S., 190 Abb.; der Katalog kostet in der Ausstellung 20,- € (broschierte Ausgabe). Den Vertrieb über den Buchhandel besorgt der Harrassowitz Verlag, Wiesbaden, in Kommission (ISBN 3-447-05863-6, Hardcover 39,80 €)