Karl Schaper: Begleitmusik und Knoblauchzöpfe

Die Ausstellung „Karl Schaper: Begleitmusik und Knoblauchzöpfe“ mit Werken des Künstlers Karl Schaper wurde am Freitag, 31. Mai 2013, um 17 Uhr in der Augusteerhalle der Wolfenbütteler Bibliothek eröffnet. Nach der Begrüßung durch Helwig Schmidt-Glintzer, Direktor der Herzog August Bibliothek, gab Susanne Pfleger, Direktorin der Städtischen Galerie Wolfsburg, eine Einführung in die Ausstellung.

Karl Schaper, der in Apelnstedt lebte, führte über die Jahre eine Reihe von Journalen und Skizzenheften. In diesen hielt der Künstler Alltagseindrücke und Erlebnisse fest, von denen einige in größere Werke eingingen und andere als Miniaturen für sich stehen. Aus den Lebenswelten Schule, Stadt und Politik werden in der Ausstellung eine Reihe von Zeitbeobachtungen der Sechziger Jahre bis in unser Jahrhundert gezeigt. Hinzu kommen Französische Skizzen und Eindrücke vom Wege aus Kriegs- und Friedenszeiten, europäische Landschaftsszenen und einige exotische Impressionen, die Schaper während seiner Reisen festgehalten hat. Darunter findet sich auch ein Foto von Knoblauchzöpfen aus den Pyrenäen, das in den Titel dieser Ausstellung eingegangen ist. „Begleitmusik und Knoblauchzöpfe“ präsentiert Europa mit einigen seiner Maler und Literaten – etwas Frankreich, etwas England, etwas Apelnstedt und viel „Land und Leute“. Wir begegnen Pieter Bruegel d. Ä., Kurt Schwitters, Arno Schmidt, Dante Alighieri und dem Braunschweiger Grafiker Gerd Burtchen.

Karl Schapers Kunst ist gesellschaftskritisch und thematisch oft auch politisch, sein Gesamtwerk ist vielfältig: Es umfasst unter anderem Objekte, Linolschnitte, Gemälde, Aquarelle und Grafiken. Schaper war verheiratet mit der Weberin und Buchbinderin Susanne Schaper, mit der auch eine enge künstlerische Zusammenarbeit bestand. Früh bekam das künstlerische Schaffen des Ehepaares internationale Anerkennung: 1959 stellten sie zusammen bei der documenta II in Kassel aus, 1960 bei der Triennale von Mailand.

Die Ausstellung ist vom 31. Mai bis 29. September 2013 im Malerbuchsaal der Herzog August Bibliothek zu sehen.