Lessinghaus

Das Museum des Lessinghauses erzählt die Geschichte Gotthold Ephraim Lessings (1729 - 1781) in Wolfenbüttel (1770 - 1781). Es stellt die letzten Jahre seines Schaffens in den Kontext seines Lebens wie seiner Zeit. Als Lessing von Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel 1770 an die herzogliche Bibliothek berufen wurde, war er bereits ein berühmter Mann: als Dichter, Kritiker, Dramaturg und Gelehrter. In Wolfenbüttel vollendete Lessing das bürgerliche Trauerspiel "Emilia Galotti". Um die Bibliothek einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen, gründete Lessing 1773 eine eigene Zeitschrift: "Zur Geschichte und Litteratur. Aus den Schätzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel".
Im Winter 1777 bezog Lessing mit seiner schwangeren Frau Eva König das Lessinghaus. An Weihnachten wurde ihr gemeinsamer Sohn geboren, der bald darauf verstarb. Eva Lessing starb wenig später, am 10. Januar 1778. Fortan arbeitete Lessing in dem Sterbezimmer seiner Frau. Hier schrieb er das Drama "Nathan der Weise".