PD Dr. Britta-Juliane Kruse

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Projekt "Ornament und Instrument: Funktionsgeschichte einer frühneuzeitlichen Universitätsbibliothek am Beispiel Helmstedt (1576–1810)"
Abteilung Forschungsplanung und Forschungsprojekte

Telefon: 05331/808-242
E-Mail: kruse(at)hab.de

Forschungsschwerpunkte

Rekonstruktion und Erforschung historischer Bibliotheken

Bildung und Buchkultur in Frauenklöstern

Rekonstruktion der Ausstattung von Kirchenräumen und Kirchenschätzen

Anfertigung und Benutzungsgeschichte von Paramenten

Literatur des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit

Kulturgeschichte des Witwenstands

Religiöse Kulturen des Mittelalters

Paläographie, Kodikologie, historische Bibliotheken

Genderforschung

Geistliches Spiel und Drama der Frühen Neuzeit

Selbstzeugnisforschung

Reiseliteratur, besonders Pilgerberichte

Medizingeschichte

Magie und Mantik im Mittelalter

Städte als kulturelle Zentren

Curriculum Vitae

seit 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Ornament und Instrument: Funktionsgeschichte einer frühneuzeitlichen Universitätsbibliothek am Beispiel Helmstedt (1576–1810)"

Privatdozentin an der Freien Universität Berlin, Arbeitsschwerpunkt: Literatur und Kulturgeschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit

2008-2013 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kooperationsprojekt "Rekonstruktion und Erforschung niedersächsischer Klosterbibliotheken (Stiftbibliotheken der Augustinerinnen von Steterburg und Heiningen) des späten Mittelalters"

Zuvor (1989-2008) wissenschaftliche Mitarbeiterin in Forschungsprojekten der FU Berlin:

- "Repertorium der ungedruckten deutschen Predigten des Mittelalters". Der Berliner Bestand. Bd. I, Teile 1 und 2: Die Handschriften aus dem Straßburger Dominikanerinnenkloster St. Nikolaus in undis und benachbarte Provenienzen (Leitung: Prof. Volker Mertens, Prof. Hans-Jochen Schiewer).

- "Repertorium deutschsprachiger Ehelehren der Frühen Neuzeit". Bd. I, Teil 1: Handschriften und Drucke der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz (Haus 2). Hg. v. Erika Kartschoke. Berlin 1996.

Studium der Älteren und Neueren deutschen Literatur, Kunstgeschichte und Klassischen Archäologie in Bonn und Berlin, Promotion und Habilitation an der Freien Universität Berlin

Publikationen (Auswahl)

Bücher

Britta-Juliane Kruse: Stiftsbibliotheken und Kirchenschätze. Materielle Kultur in den Augustiner-Chorfrauenstiften Steterburg und Heiningen. Wolfenbütteler Mittelalter-Studien, Bd. 28. Wiesbaden, Harrassowitz 2016.

Der Theologe und Schriftsteller Friedrich Dedekind (1524/25−1598). Eine Biographie von Eberhard Doll. Mit einem Kommentar zur Aufführungspraxis und Edition von Dedekinds geistlichem Spiel Auf die Hochzeit zu Kana in Galiläa von Britta-Juliane Kruse. Wolfenbütteler Forschungen, Bd. 145, erscheint 2016.

Rosenkränze und Seelengärten: Bildung und Frömmigkeit in niedersächsischen Frauenklöstern. Hg. v. Britta-Juliane Kruse, mit einer Einführung von Helwig Schmidt-Glintzer. Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek 96. Wiesbaden, Harrassowitz 2013.

Beate Braun-Niehr: "myt den figuren gemolet". Die Federzeichnungen der elsässischen Historienbibel aus der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt. Unter Mitarbeit von Britta-Juliane Kruse. Darmstadt, WBG 2012.

- Habilitationsschrift: Witwen - Kulturgeschichte eines Standes in Spätmittelalter und Früher Neuzeit. Berlin, New York, Verlag Walter de Gruyter 2007.

- Dissertation: "Verborgene Heilkünste. Geschichte der Frauenmedizin im Spätmittelalter". Berlin, New York, Verlag Walter de Gruyter 1994.

- Paperback der Dissertation: "Die Arznei ist Goldes wert" - Mittelalterliche Frauenrezepte. Berlin, New York, Verlag Walter der Gruyter 1997.

Wissenschaftliche Aufsätze

Britta-Juliane Kruse: Standesgrenzen und Aktionsradien adeliger Witwen im Netz frühneuzeitlicher Verhaltensdiskurse. Details aus den Biographien Hedwigs von Braunschweig-Lüneburg (1540−1602), ihrer Tochter Sophia Hedwig von Pommern-Wolgast (1561−1631) und der Enkelin Hedwig Maria von Pommern-Wolgast (1579−1606). In: Zwischen ThronSaal und FrawenZimmer. Handlungsfelder pommerscher Fürstinnen um 1600 im Vergleich. Hg. v. Dirk Schleinert und Monika Schneikart. In Vorbereitung, erscheint 2016.

Britta-Juliane Kruse: Der verschwundene Schatz der Chorfrauen. Eine Rekonstruktion der materiellen Kultur im Augustiner-Chorfrauenstift Steterburg anhand des Inventars von 1572. In: Schriftkultur und religiöse Zentren im norddeutschen Raum. Hg. v. Patrizia Carmassi, Eva Schlotheuber und Almut Breitenbach (Wolfenbütteler Mittelalter-Studien, Bd. 24), Wiesbaden 2014, S. 355−411.

Britta-Juliane Kruse: Wenn Du die anderen nicht übertriffst, wirst Du hungern müssen! Armut und Wohlstand in den Selbstzeugnissen von Thomas und Felix Platter. In: Armut in der Renaissance. Hg. v. Klaus Bergdolt, Lothar Schmitt und Andreas Tönnesmann (Wolfenbütteler Abhandlungen zur Renaissance-Forschung 30), Wiesbaden 2013, S. 205−227.

Britta-Juliane Kruse: „Sie erleuchtete viele durch das Wort Gottes“ – Verkündigende Frauen und das Lehrverbot der Kirche. In: Predigt im Kontext. Hg. v. Volker Mertens, Hans-Jochen Schiewer, Regina D. Schiewer, Wolfram Schneider-Lastin, Berlin, New York 2013, S. 435−471.

Helwig Schmidt-Glintzer und Britta-Juliane Kruse: Rosenkränze und Seelengärten – Bildung und Frömmigkeit in niedersächsischen Frauenklöstern. In: Braunschweigischer Kalender 2013, S. 50−54.

Britta-Juliane Kruse: Innere Einkehr, äußere Ordnung. Verhaltensregeln für weibliche Inklusen aus einem spätmittelalterlichen Rapiarium. Kommentierte Edition. In: „Mertens lesen“. Exemplarische Lektüren für Volker Mertens zum 75. Geburtstag. Hg. v. Monika Costard, Jacob Klingner, Carmen Stange, Göttingen 2012, S. 67−88.

Britta-Juliane Kruse und Kerstin Schnabel: Bücher in Bewegung, Dynamisierung und Inventarisierung der Buchbestände im Augustinerchorfrauenstift Steterburg. In: Die Bibliothek des Mittelalters als dynamischer Prozess“. Hg. von Michael Embach, Claudine Moulin, Andrea Rapp, Trierer Beiträge zu den Historischen Kulturwissenschaften 2, Wiesbaden 2012, S. 147−175.

Britta-Juliane Kruse: Zwei Frauen. Leben, Wohnen und Arbeiten um 1500 und heute. Erschienen in der Zeitschrift ‚der architekt‘ Heft 5 (2011): Terza Etá: Der Mensch im dritten Teil des Lebens, S. 33−37.

Britta-Juliane Kruse: Erhaltenes Wissen, vergangene Pracht. Der Transfer von Klosterbibliotheken und Kirchenschätzen im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel (1572/73). In: Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg 1510–1558. Herrschaft – Konfession – Kultur. Beiträge des wissenschaftlichen Symposiums der Klosterkammer Hannover vom 24.−26. Februar 2010 im Historischen Museum Hannover (= Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens 132). Bearbeitet von Eva Schlotheuber, Birgit Emich, Wolfgang Brandis, Manfred von Bötticher. Hannover 2011, S. 94−108.

Britta-Juliane Kruse / Bertram Lesser: Virtuelle und erhaltene Büchersammlungen aus den Augustiner-Chorfrauenstiften Steterburg und Heiningen. In: Sammler und Bibliotheken im Wandel der Zeiten. Festschrift für Dr. Johannes Marbach. Hg. v. Sabine Graef, Sünje Prühlen, Hans-Walter Stork. Frankfurt/M. 2010 (= Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderband 100), S. 95-113.

Vom Elend ins Glück. Die Überwindung von Armut durch Bildung in den Selbstzeugnissen Johannes Butzbachs (um 1505) und Thomas Platters (1572). In: Ökonomien der Armut. Soziale Verhältnisse in der Literatur. Hg. v. Elke Brüns. München 2008, S. 43-60.

Pestbrief, Kräuterbuch und Segensspruch. Einblicke in illustrierte medizinische Handschriften des späten Mittelalters. In: Bilder vom Mittelalter. Dialog mit unserer Vergangenheit. Vorträge einer Ringvorlesung an der Freien Universität Berlin. Hg. v. Volker Mertens, Carmen Stange. Göttingen 2007, S. 35-57.

Eine Treppe in den Himmel bauen. Die Stiftungspraxis Lübecker Witwen in Text, Bild, Architektur. In: Der Blick auf sich und die anderen. Selbstbild und Fremdbild von Frauen und Männern in Mittelalter und Früher Neuzeit. Festschrift für Klaus Arnold. Hg. v. Sünje Prühlen, Lucie Kuhse, Jürgen Sarnowsky. Göttingen 2007 (= Nova Medievalia, 2), S. 39-65.

Von Witwen und Häusern. Generationenübergreifendes Wohnen in der Zukunft - das Modell Lübeck. Broschüre von Joachim Hildebrandt, Britta-Juliane Kruse, Angelika Lay, im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Reihe: Bürgergesellschaft - Themen zum bürgerschaftlichen Engagement. Berlin 2007.

Barbara Dürer - Ein weibliches Lebensmuster in biographischen Bruchstücken. Beitrag zum Katalog der Ausstellung "Dürers Mutter. Schönheit, Alter und Tod im Bild der Renaissance". Hg. v. Michael Roth, Kupferstichkabinett zu Berlin, 04.05.-16.07.2006, S. 11-15.

Heilpflanzen in der Gynäkologie - Darstellung und Indikation in Johannes Hartliebs "Kräuterbuch". In: Arzneien für das "schöne Geschlecht". Geschlechterverhältnisse in Phytotherapie und Pharmazie vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Hg. v. Bettina Wahrig. Stuttgart 2004, S. 1-34.

Essay zur "Medizin im Mittelalter" und zehn Handschriftenbeschreibungen in: "Aderlaß und Seelentrost - Die Überlieferung deutscher Texte im Spiegel Berliner Handschriften und Inkunabeln". Hg. v. Peter Jörg Becker, Eef Overgaauw. Mainz 2003. Katalog zur Ausstellung im Kulturforum Berlin, 20.06.-20.09.2003, im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg (2003/2004) und im Schnütgen-Museum Köln (2005).

Eine Witwe als Mäzenin. Briefe und Urkunden der Nürnberger Patrizierin Katharina Lemlin im Birgittenkloster Maria Mai (Maihingen). In: Literarische Leben. Rollenentwürfe in der Literatur des Hoch- und Spätmittelalters. Festschrift für Volker Mertens. Hg. v. Matthias Meyer, Hans-Jochen Schiewer. Tübingen 2002, S. 465-506.

Witwen als Stifterinnen in deutschen Städten der Frühen Neuzeit. In: Ariadne - Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte, Bd. 42 (2002), S. 16-23.

Die bärtige Heilige. Wilgefortis als Identifikationsfigur für Eheverweigerinnnen und Helferin der Ehefrauen. In: Böse Frauen - gute Frauen. Darstellungskonventionen in Texten und Bildern des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Hg. v. Ulrike Gaebel, Erika Kartschoke. Trier 2001, S. 155-193.

Zensierter Zauber: Getilgte magische und mantische Texte in einer Berliner Handschrift. In: Scrinium Berolinense. Festschrift für Tilo Brandis. Hg. v. Peter Jörg Becker u.a. Berlin 2000, S. 383-397.

Beiträge zum Katalog der Ausstellung Stadt der Frauen. Sigenas "Schwestern" im mittelalterlichen Nürnberg. Hg. v. Nadja Bennewitz, Nürnberg 2000.

Ulrike Gaebel / Erika Kartschoke / Britta-Juliane Kruse: Gebrauchsliteratur der Frühen Neuzeit: Ehedialoge und Spiele über die Hochzeit zu Kana. In: Chloë, Beihefte zum Daphnis, Bd. 24, Editionsdesiderate der Frühen Neuzeit. Beiträge zur Tagung der Kommission für die Edition von Texten der Frühen Neuzeit. Hg. v. Hans-Gert Roloff. Teil 1, Amsterdam 1997, S. 73-89.

"Das ain fraw snell genes" - Frauenmedizin im Spätmittelalter. In: Lustgarten und Dämonenpein. Konzepte von Weiblichkeit in Mittelalter und früher Neuzeit. Hg. v. Annette Kuhn, Bea Lundt. Dortmund 1997, S. 130-153.

Women's Secrets: Health and Sexuality of Women in Unpublished Medieval Texts. In: WODAN. Greifswalder Beiträge zum Mittelalter, Bd. 69, Serie 3: Tagungsbände und Sammelschriften, Bd. 40: Sex, Love and Marriage in Medieval Literature and Reality. Thematische Beiträge im Rahmen des 31th International Congress on Medieval Studies an der Western Michigan Universitiy, Kalamazoo/USA, 08.-12.05.1996. Greifswald 1996, S. 33-40.

Nieswurz und Hirschwurz im "Parzival" Wolframs von Eschenbach. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 14 (1996), S. 279-286.

Neufunde zur Überlieferung der "Predigt vom ehelichen Leben"/"Sermo de matrimonio" im Zusammenhang mit einer "Predigt auf die Hochzeit zu Kana". In: Speculum Medii Aevi, Jg. 1, Heft 2 (1995), S. 32-55.

Neufunde handschriftlicher Vorstufen von Eucharius Rößlins Hebammenlehrbuch "Der schwangeren Frauen und Hebammen Rosengarten" und des "Frauenbüchleins" Ps.-Ortolfs. In: Sudhoffs Archiv 78 (1994), S. 220-236.