Einzelveröffentlichungen

Zu den Einzelveröffentlichungen gehören Titel, die in einer externen Reihe oder ohne Reihe erscheinen.

Zuletzt erschienen sind folgende Titel:

 

Frühneuzeitliche Märtyrerdramen. Kritische Edition von ausgewählten Märtyrerdramen des 16. und frühen 17. Jahrhunderts

herausgegeben von Cora Dietl

Im Zuge der Einführung des Protestantismus bzw. dessen Bekämpfung im 16. und 17. Jahrhundert wurde das Thema des aufopfernden Todes für den rechten Glauben in einigen Dramen auf die Bühne gebracht. Diese frühneuzeitlichen Märtyrerdramen bedienten sich der theatralen Mittel des vorreformatorischen Spiels sowie einzelner Elemente des modernen humanistisch geprägten Dramas.
In einer kleinen Reihe werden acht dieser Dramen, die sich vorwiegend in den Beständen der Herzog August Bibliothek befinden, als kritische Edition mit Kommentar präsentiert. Jedem Drama ist eine kurze Einführung zum Kontext vorangestellt. Damit leisten diese Editionen einen wichtigen Beitrag zur deutschen Theater- und Dramengeschichtsschreibung.
Die acht Bände enthalten folgende Dramen: Catharina von Wolfgang Waldung (1564), Dorothea von Balthasar Thamm (1594), Stephanus von Michael Sachs (1564), Stephanus von Melchior Neukirch (1591), Felicitas von Daniel Holtzmann (1577), Jacobus und Petrus von Arnold Quiting (1593), Chrysantus und Daria von Hilger Gartzwiller (1609) sowie Felicitas von Mathaeus Steffan (Stessan, 1589).

Bd. 1: Wolfgang Waldung: Catharina. Catharinae martyrivm

Bd. 1: Wolfgang Waldung: Catharina. Catharinae martyrivm

herausgegeben und kommentiert von Cora Dietl

2019. VIII + 156 S. mit 5 s/w-Abb.
ISBN: 978-3-447-10940-6. € 24,80 online bestellen


   

Bd. 2: Balthasar Thamm: Dorothea. Tragicomoedia

Bd. 2: Balthasar Thamm: Dorothea. Tragicomoedia
Ein schön Christliches Spiel von der Gottseligen, züchtigen Jungfrawen Dorothea, Welche vnter dem Keyser Maximino zu Alexandria die Kron der Martyrer empfangen

herausgegeben und kommentiert von Julia Gold

2019. VIII + 240 S. mit 10 s/w-Abb.
ISBN: 978-3-447-10941-3. € 35,- online bestellen

 

 

Bd. 3: Michael Sachs: Stephanus

Bd. 3: Michael Sachs: Stephanus
Tragedia von Stephano dem heiligen marterer

herausgegeben und kommentiert von Karolin Freund

2019. VIII + 128 S. mit 1 s/w-Abb.
ISBN: 978-3-447-10942-0. € 24,80 online bestellen

 

 

Bd. 4: Melchior Neukirch: Stephanus

Bd. 4: Melchior Neukirch: Stephanus
Ein schöne geistliche Tragedia von dem ersten Merterer

herausgegeben und kommentiert von Verena Linseis

2019. VIII + 308 S. mit 3 s/w-Abb.
ISBN: 978-3-447-10943-7. € 39,80 online bestellen

 

 

Die Bibliothek als kulturelles Gedächtnis

Die Bibliothek als kulturelles Gedächtnis
Die Herzog August Bibliothek unter der Leitung von Helwig Schmidt-Glintzer (von 1993 bis 2015)

herausgegeben von der Herzog August Bibliothek

2015. 96 S. mit 94 Farb- und 4 sw-Abbildungen
€ 9,80

In diesem Band präsentiert sich die Herzog August Bibliothek (HAB) als Bibliothek, Forschungsinstitution und Kultureinrichtung in all ihrer Vielfalt. Damit bildet er zugleich eine Bilanz des Zeitraums unter der Leitung von Helwig Schmidt-Glintzer. Jeweils auf einer Doppelseite werden die Themen mit einem kurzen Text und farbiger Bebilderung vorgestellt. In vier Sektionen wird das Spektrum der Institution als Bibliothek und Forschungseinrichtung verdeutlicht, ihre Gebäude und deren Infrastruktur sowie ihre Außenwirkung werden vorgestellt. Dieser Überblick über die HAB und ihre Entwicklung in den vergangenen 22 Jahren bietet gleichzeitig einen Einblick in die verschiedenen Teilbereiche und deren Zusammenwirken in einer großen kulturellen Einrichtung.
Das Cover nimmt die Außenfassade des neuen Magazingebäudes auf, das symbolisch für die Verbindung von Tradition mit neuen Wegen steht.

 

 

Der Bernward-Psalter

Der Bernward-Psalter

von Monika E. Müller

Patrimonia 343
2012. 112 S. mit 43 Farb-Abb.
ISBN: 978-3-447-06770-6
Broschierte Ausgabe, nur in der Ausstellung: € 15,–
Hardcover, in Kommission beim Harrassowitz Verlag Wiesbaden: € 29,80 online bestellen

Ein Psalter vom heiligen Bischof Bernward mit eigener Hand geschrieben? In jedem Fall sind dies die Worte, die Johannes Jacke, Abt von St. Michael in Hildesheim, im Jahre 1615 in den Bernward-Psalter eintrug und damit wie eine Berührungsreliquie auszuzeichnen suchte. Selbst hat der 1192/93 heilig gesprochene Bernward von Hildesheim (um 960–1022) das Buch nicht geschrieben. Gleichwohl scheute dieser bedeutende Kirchenmann keine Kosten und Mühen und nahm wahrscheinlich direkten Einfluss auf die Gestaltung des Psalters. Aus Regensburg ließ er den begabten Diakon Guntbald nach Hildesheim kommen. Dieser Schreiber und Initialenmaler führte den Psalter als Teil einer Gruppe liturgischer Handschriften aus, von denen noch insgesamt vier erhalten sind. Auch die Form der zusätzlich in den Psalter aufgenommenen Texte für das Chor- und Stundengebet lassen auf das Einwirken Bernwards schließen.
Doch für wen war diese mit gold- und silberfarbenen Schmuckinitialen ausgestattete Kostbarkeit ursprünglich bestimmt? Handelt es sich gar um das private Gebetbuch des Bischofs, der doch dem Chor- und Psalmgebet sehr zugetan war? Die Texte der Handschrift lassen auf eine andere Funktion und auf eine bewegte Geschichte schließen.
Dieses Buch stellt den 2007 für die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel erworbenen Bernward-Psalter – ein bedeutendes Zeugnis der Kultur- und Frömmigkeitsgeschichte des frühen 11. Jahrhunderts – in einer reich bebilderten Ausgabe vor.