Einzelveröffentlichungen

Zu den Einzelveröffentlichungen gehören Titel, die in einer externen Reihe oder ohne Reihe erscheinen.

Zuletzt erschienen sind folgende Titel:

 

Die Bibliothek als kulturelles Gedächtnis

Die Bibliothek als kulturelles Gedächtnis
Die Herzog August Bibliothek unter der Leitung von Helwig Schmidt-Glintzer (von 1993 bis 2015)

herausgegeben von der Herzog August Bibliothek

2015. 96 S. mit 94 Farb- und 4 sw-Abbildungen
€ 9,80

In diesem Band präsentiert sich die Herzog August Bibliothek (HAB) als Bibliothek, Forschungsinstitution und Kultureinrichtung in all ihrer Vielfalt. Damit bildet er zugleich eine Bilanz des Zeitraums unter der Leitung von Helwig Schmidt-Glintzer. Jeweils auf einer Doppelseite werden die Themen mit einem kurzen Text und farbiger Bebilderung vorgestellt. In vier Sektionen wird das Spektrum der Institution als Bibliothek und Forschungseinrichtung verdeutlicht, ihre Gebäude und deren Infrastruktur sowie ihre Außenwirkung werden vorgestellt. Dieser Überblick über die HAB und ihre Entwicklung in den vergangenen 22 Jahren bietet gleichzeitig einen Einblick in die verschiedenen Teilbereiche und deren Zusammenwirken in einer großen kulturellen Einrichtung.
Das Cover nimmt die Außenfassade des neuen Magazingebäudes auf, das symbolisch für die Verbindung von Tradition mit neuen Wegen steht.

 

 

Der Bernward-Psalter

Der Bernward-Psalter

von Monika E. Müller

Patrimonia 343
2012. 112 S. mit 43 Farb-Abb.
ISBN: 978-3-447-06770-6
Broschierte Ausgabe, nur in der Ausstellung: € 15,–
Hardcover, in Kommission beim Harrassowitz Verlag Wiesbaden: € 29,80 online bestellen

Ein Psalter vom heiligen Bischof Bernward mit eigener Hand geschrieben? In jedem Fall sind dies die Worte, die Johannes Jacke, Abt von St. Michael in Hildesheim, im Jahre 1615 in den Bernward-Psalter eintrug und damit wie eine Berührungsreliquie auszuzeichnen suchte. Selbst hat der 1192/93 heilig gesprochene Bernward von Hildesheim (um 960–1022) das Buch nicht geschrieben. Gleichwohl scheute dieser bedeutende Kirchenmann keine Kosten und Mühen und nahm wahrscheinlich direkten Einfluss auf die Gestaltung des Psalters. Aus Regensburg ließ er den begabten Diakon Guntbald nach Hildesheim kommen. Dieser Schreiber und Initialenmaler führte den Psalter als Teil einer Gruppe liturgischer Handschriften aus, von denen noch insgesamt vier erhalten sind. Auch die Form der zusätzlich in den Psalter aufgenommenen Texte für das Chor- und Stundengebet lassen auf das Einwirken Bernwards schließen.
Doch für wen war diese mit gold- und silberfarbenen Schmuckinitialen ausgestattete Kostbarkeit ursprünglich bestimmt? Handelt es sich gar um das private Gebetbuch des Bischofs, der doch dem Chor- und Psalmgebet sehr zugetan war? Die Texte der Handschrift lassen auf eine andere Funktion und auf eine bewegte Geschichte schließen.
Dieses Buch stellt den 2007 für die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel erworbenen Bernward-Psalter – ein bedeutendes Zeugnis der Kultur- und Frömmigkeitsgeschichte des frühen 11. Jahrhunderts – in einer reich bebilderten Ausgabe vor.