Forschungsprofil und Projekte


 

HAB 2014

Laufende Projekte 
Werkstattgespräche 
Abgeschlossene Projekte  
Portale und Datenbanken 

 

Die Herzog August Bibliothek ist eine außeruniversitäre Forschungs- und Studienstätte für die europäische Kulturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Die historischen Bestände der Bibliothek bilden ein in Breite und Tiefe einzigartiges Archiv der westlichen Kultur. Handschriften, Inkunabeln, Drucke und Sondersammlungen wie graphische Blätter und Landkarten erlauben die nahezu unbegrenzte Erkundung europäischer Wissensbestände in ihren weltweiten Bezügen. Die Herzog August Bibliothek ist ein Ort, an dem Bestandserschließung und Forschung Hand in Hand gehen. Durch dieses Wechselspiel entstehen Projekte, die durch Einwerbung von Drittmitteln und häufig in Kooperation mit Partnern realisiert werden. Die Bearbeiterinnen und Bearbeiter stellen ihre Ergebnisse in regelmäßig und öffentlich stattfindenden Werkstattgesprächen zur Diskussion. Die Ergebnisse abgeschlossener Projekte liegen in Form von Portalen und Datenbanken und Monographien vor.

Für die bestandsbezogene Forschung ergeben sich zwei Planungsebenen. Zum einen entwickeln wir Vorhaben, die sich der Geschichte der Sammlung zuwenden. Dazu gehören beispielsweise Projekte zur Handschriftenerschließung, zu Gelehrtennachlässen oder Bildquellen. Zum anderen erfolgt ausgehend von bestimmten Bestandsgruppen ein thematischer Zugriff. In den letzten Jahren und auch gegenwärtig stehen für diesen Bereich die Wissensgeschichte der Universität Helmstedt, die lutherische Konfessionskultur und Fragen des Kulturtransfers im Vordergrund. Im Hinblick auf methodische Innovationen, die sich aus den digital humanities ergeben, werden an der HAB derzeit in mehreren zum Teil langfristigen Projekten Standards für digitale Editionen entwickelt und realisiert.

Die besondere Qualität der HAB als Forschungsstätte erwächst aus der Kommunikation zwischen Stipendiaten, Gastforschern und den an der Bibliothek angesiedelten Wissenschaftlern, basierend auf ihrer gemeinsamen Arbeit an den Altbeständen. Über Arbeitskreise und Tagungen ist die Bibliothek zudem in eine regionale, nationale wie internationale wissenschaftliche Diskussionskultur eingebunden.