Katalogisierung der Bordesholmer Handschriften in der Universitätsbibliothek Kiel

Cod. Ms. Bord. 72

In Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Kiel werden an der Herzog August Bibliothek die Handschriften aus dem Augustiner-Chorherrenstift Bordesholm bei Kiel nach den Richtlinien der DFG erschlossen. Ziel des Projektes ist die Erstellung eines Handschriftenkatalogs in gedruckter und internetbasierter Form sowie die Erprobung einer neuartigen Erfassungsmethode für Wasserzeichen.

Die Bibliothek von Bordesholm bestand im Jahr 1488 aus 529 Bänden, die in einem Bibliothekskatalog festgehalten wurden. Bis zum Zeitpunkt der Auflösung des Stifts 1566 stieg die Zahl auf mindestens 650 Handschriften und Drucke an. 139 Handschriften sind in Kiel erhalten geblieben, von denen in einer ersten Projektphase zunächst 70 beschrieben werden. Die erhaltenen Handschriften stammen überwiegend aus dem 15. Jahrhundert und sind Zeugnis der Bildungskultur dieser Zeit. Hierbei handelt es sich um den wichtigsten in Schleswig-Holstein erhaltenen gebliebenen mittelalterlichen Handschriftenbestand, der im Hinblick auf Umfang und Geschlossenheit auch überregional Bedeutung hat.

Die Katalogisierung erfolgt im Format TEI-P5, es werden die im Rahmen des Europeana Regia-Projektes erarbeiteten Richtlinien angewendet (vgl. die unabhängig von Projekten weitergepflegte Dokumentation).

Die Publikation der aktuellen Projektergebnisse erfolgt bereits im Laufe der Projektarbeit in der Handschriftendatenbank der HAB. Gleichzeitig werden die Beschreibungen in Manuscripta Mediaevalia nachgewiesen. Die bei der Beschreibung und Bestimmung der Einbände erhobenen Daten fließen in die ebenfalls von der DFG geförderte Einbanddatenbank ein. Wasserzeichen werden mit dem Infrarotaufnahmegerät ATWISE (entwickelt von Manfred Mayer, UB Graz) erfasst und nach ihrer Bestimmung in das Wasserzeicheninformationssystem WZIS eingegeben.

Liste der zu beschreibenden Handschriften.

PURL: http://diglib.hab.de/?link=039

 


Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft  (DFG)
Laufzeit: September 2013 – August 2019
Bearbeiterin: Dr. Kerstin Schnabel, M.A.
Tel. 05331-808-116, Fax -165