Katalogisierung der illuminierte Handschriften der Herzog August Bibliothek

Cod. Guelf. 81.17 Aug. 2° (f. 58v), Psalter aus St. Bertin (9. Jh.)

Die Katalogisierung der illuminierten Handschriften der Herzog August Bibliothek hat zum Ziel, sämtliche Handschriften mit Buchschmuck unter kunsthistorischen Gesichtspunkten zu erschließen. Diese werden nach den Richtlinien der DFG katalogisiert und ihren Entstehungszeiten entsprechend in Katalogen vorgelegt. Die chronologische, signaturenunabhängige Zusammenführung und Einordnung der Handschriften ermöglicht, neben der Tiefenerschließung der einzelnen Codices, eine Darstellung der ausführenden Skriptorien und, damit verbunden, eine Sichtbarmachung von Schulzusammenhängen.

Das Projekt ist vorerst in folgende Teilabschnitte gegliedert: Die illuminierten Handschriften des 6.-12. Jahrhunderts (geplante Gesamtlaufzeit: 6 Jahre); die illuminierten Handschriften des 13. und 14. Jahrhunderts (Teil 1: deutschsprachiger Raum; Teil 2: Frankreich, Italien und übriges Europa).

Im laufenden Projekt (erster Projektabschnitt) werden 150 von insgesamt 240 illuminierten Handschriften aus dem 6. bis 12. Jahrhundert kunsthistorisch beschrieben (Augustei, Gudiani, Weißenburger, teilweise auch Helmstadienses). Im Vordergrund stehen vorkarolingische und karolingische Codices, wobei die im elsässischen Kloster Weißenburg entstandenen Handschriften einen ersten Schwerpunkt bilden.

Die Katalogisierung erfolgt im Format TEI-P5. Mit der Publikation der aktuellen Projektergebnisse in der Handschriftendatenbank der HAB wird bereits während der Projektarbeit begonnen. Gleichzeitig werden die Beschreibungen in Manuscripta Mediaevalia nachgewiesen. Die bei der Beschreibung und Bestimmung der Einbände erhobenen Daten fließen in die ebenfalls von der DFG geförderte Einbanddatenbank ein.

Liste der zu beschreibenden Handschriften (in Vorbereitung)

PURL: http://diglib.hab.de/?link=077

 


Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft  (DFG)
Laufzeit: 1. Februar 2017 – 31. Januar 2020
Bearbeiterin: Dr. Stefanie Westphal
Tel. 05331-808-119, Fax -165