Katalogisierung der mittelalterlichen Helmstedter Handschriften

Cod. Guelf. 65 Helmst., fol. 12v

Für die Neukatalogisierung der mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft ein drittes, auf fünf Jahre angelegtes Teilprojekt bewilligt. Ziel ist es, einen modernen Katalog zu allen Manuskripten zu erstellen und den Katalog Otto von Heinemanns (1884-1888) schrittweise zu ersetzen. Die Tiefenerschließung erfolgt nach den entsprechenden Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Aus dem Helmstedter Bestand werden im laufenden Projektabschnitt 90 Handschriften aus dem Signaturenbereich von Cod. Guelf. 441 bis 615 Helmst. bearbeitet. Die überwiegend lateinischen Codices dieses Bestandes stammen fast ausschließlich aus niedersächsischen Klöstern und gelangten im Zuge der Reformation bereits im 16. Jahrhundert in die Sammlung. Rund 20 Bände erwarb der protestantische Kirchenhistoriker Matthias Flacius Illyricus (1520-1575) für seine 1597 nach Wolfenbüttel gelangte Bibliothek.

In den beiden ersten Projektphasen haben Helmar Härtel, Christian Heitzmann, Dieter Merzbacher und Bertram Lesser über 300 mittelalterliche Helmstedter Handschriften von Cod. Guelf. 1 bis 440 Helmst. sowie in die im Juleum zu Helmstedt verbliebenen Stücke beschrieben. Der erste Band des gedruckten Kataloges ist 2012 erschienen [OPAC-Eintrag], der zweite wird 2017 folgen.

Die Katalogisierung erfolgt im Format TEI-P5 und stützte sich zunächst auf die Ergebnisse des MASTER-Projektes, aktuell werden die im Rahmen des Europeana Regia-Projektes erarbeiteten Richtlinien angewendet. (vgl. die unabhängig von Projekten weitergepflegte Dokumentation)

Die Publikation der aktuellen Projektergebnisse erfolgt bereits im Laufe der Projektarbeit in der Handschriftendatenbank der HAB. Gleichzeitig werden die Beschreibungen in Manuscripta Mediaevalia nachgewiesen. Die bei der Beschreibung und Bestimmung der spätmittelalterlichen Einbände erhobenen Daten fließen in die ebenfalls von der DFG geförderte Einbanddatenbank ein.

Übersicht über die zu beschreibenden Handschriften:


Dieses Projekt ist Teil des Forschungsschwerpunktes der Herzog August Bibliothek zur Geschichte der Universität Helmstedt. Weitere Projekte zu diesem Thema finden Sie hier:

 

PURL: http://diglib.hab.de/?link=036


Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Laufzeit: Januar 2013 – Dezember 2017
Bearbeiter: Dr. Bertram Lesser
Tel. 05331-808-128, Fax -165