Marrying Cultures: Queens Consort and European Identities 1500-1800

Maria Amalia, Princess of Saxony. Prado Museum, Madrid (detail)

HERA Joint Research Programme – Cultural Encounters 2013-2016

Im Rahmen eines von EU-Partnern geförderten Programms „Cultural Encounters“ werden insgesamt 18 Vorhaben finanziert, darunter eins mit Wolfenbütteler Beteiligung. Das Förderprogramm gibt WissenschaftlerInnen verschiedener Länder und Disziplinen die Möglichkeit, interdisziplinär zusammenzuarbeiten. Das Projekt „Marrying Cultures“ steht unter der Leitung von Professor Dr. Helen Watanabe-O’Kelly (Oxford). Als weitere Mitglieder der Forschergruppe sind Professor Svante Norrhem (Umea), PD Dr. Almut Bues (Warschau) und Dr. Jill Bepler (Wolfenbüttel) beteiligt. Als Nachwuchswissen-schaftlerInnen gehören in England und Schweden jeweils eine Post-Doktoranden- und in Polen und Deutschland jeweils eine Doktorandenstelle zum Projekt. Die Forschergruppe untersucht den durch dynastische Hochzeiten europaweit stattfindenden Kulturtransfer anhand von Fallbeispielen, vor allem im nordeuropäischen Raum. Dabei arbeitet sie objekt- und sammlungsbezogen sehr eng mit Museums- und Bibliotheksfachleuten zusammen. Im Projektverlauf werden Ausstellungen und Programme für Schulen das Thema einer breiteren Öffentlichkeit näher bringen.

Das Wolfenbütteler Teilprojekt konzentriert sich auf Bücher: Die Geschichte europäischer Fürstenbibliotheken ist weitgehend aus dem Blickwinkel der Sammlungen geschrieben worden, die in männlicher Erbfolge an einem Ort zusammengetragen wurden. Es gab jedoch eine große Bewegung von Büchern, und damit einen Kulturtransfer, die durch die Europa weit gespannte dynastische Heiratspolitik ausgelöst wurde. Ausgehend von exemplarischen Fallbeispielen deutscher Fürstinnen der Frühen Neuzeit, die ins Ausland heirateten,  fragt das Projekt unter anderem nach den Büchern, die eine Prinzessin bei ihrer Hochzeit mit sich führte, nach der Zusammensetzung ihrer Büchersammlung an ihrem neuen Heimatort und nach der Vererbungspraxis. In Wolfenbüttel konnte auch eine Doktorandenstelle mit Maria Skiba besetzt werden. Die Promotion wird an der Hochschule für Musik Theater und Medien in Hannover unter der Betreuung von Professor Dr. Susanne Rode-Breymann erfolgen. Die Promovierende wird über den mit der Fürstin verbundenen Kulturtransfer auf dem Gebiet der Musik arbeiten und hat die Gelegenheit, im letzten Projektjahr ein Konzert zu konzipieren und in Wolfenbüttel zu veranstalten.

Marrying Cultures Website

HERA Broschüre 2013 (PDF)

This project has received funding from the European Union’s Seventh Framework Programme for research, technological development and demonstration under grant agreement no 291827. The project "Marrying Cultures" is financially supported by the HERA Joint Research Programme (www.heranet.info) which is co-funded by AHRC, AKA, BMBF via PT-DLR, DASTI, ETAG, FCT, FNR, FNRS, FWF, FWO, HAZU, IRC, LMT, MHEST, NWO, NCN, RANNÍS, RCN, VR and The European Community FP7 2007-2013, under the Socio-economic Sciences and Humanities programme.


Finanzierung: HERA Joint Research Programme "Cultural encounters"
Laufzeit: Oktober 2013 – September 2016 (weiter in Bearbeitung; Redaktion von Sammelband)
Bearbeiterinnen: Dr. Jill Bepler, Maria Skiba
Tel. 05331-808-208, -268, Fax -266