Lena Seydaack

Bild, Text und Materialität in den Künstlerbüchern und Buchobjekten des 20. Jahrhunderts

Die letzten hundert Jahre haben eine neue Gattung hervorgebracht: Malerbücher, Künstlerbücher, illustrierte Bücher und Buchobjekte, wie sie vage bezeichnet werden, haben die Grenzen zwischen Text und Bild aufgehoben, um sie in einem Gegenstand zusammenzuführen. Das (Künstler-)Buch wird somit zum synästhetischen Schauplatz von medialen Kollisionen: Bild und Text konkurrieren miteinander, spielen ihre spezifischen Eigenarten gegeneinander aus und entfalten neue Erzählverfahren. Anliegen meines Projektes ist es daher, eine medientheoretische Gattungstypologie zu entwickeln, die es erlaubt, die Fülle der Buchobjekte des 20. Jahrhunderts zu systematisieren und damit eine Entwicklungsgeschichte zu dokumentieren.