Katalogisierung der im Juleum Helmstedt verbliebenen Drucke der ehemaligen Universitätsbibliothek Helmstedt

Abbildung: Vignette in zahlreichen Drucken der Helmstedter Sammlung, verwendet zwischen 1592 bis ca. 1750, vermutlich von dem Drucker und Formschneider Jacob Lucius d. Ä.(um 1530-1597) geschnitten.

Projekt der Herzog August Bibliothek als norddeutsches Kompetenzzentrum Alte Drucke in Kooperation mit dem Landkreis Helmstedt

Die mit der Universität Helmstedt 1576 gegründete Universitätsbibliothek kann auf eine ebenso lange wie wechselvolle Geschichte zurück blicken. Gelangte nach 1613 die Büchersammlung des Gründers der Academia Julia, Herzog Julius zu Braunschweig und Lüneburg (1528-1589), dorthin, so erhielt die Universitätsbibliothek auch in den folgenden Jahrhunderten noch vielfältigen Zuwachs durch Erwerbungen und Stiftungen. Große Teile der Bibliothek gelangten nach der Auflösung der Universität im Jahr 1810 in die Herzogliche Bibliothek in Wolfenbüttel. (Helmstedter)

 

Die im Helmstedter Juleum verbliebenen Bestände umfassen heute etwa 35.000 Titel mit einem beachtlichen Altbestand von ca. 13.000 Titeln vorrangig des 16. bis 18. Jahrhunderts. Schwerpunkte der Sammlung liegen auf den Gebieten der Theologie, Geschichte, Jurisprudenz sowie Drucken von Helmstedter Professoren. Herausragend ist eine stattliche Gruppe seltener Luther- und Reformationsdrucke. Die ehemalige Bibliotheca Academia Julia als Ganzes wie auch der im Juleum verbliebene Teilbestand spiegeln auf hervorragende Weise das geistige Leben und die Entwicklung einer der bedeutendsten protestantischen Universitäten Norddeutschlands wider.

Bislang ist jedoch die Nutzung der im Juleum verbliebenen wertvollen Bestände aufgrund ihrer fehlenden Erschließung in überregionalen und über Internet weltweit recherchierbaren Verzeichnissen noch unzulänglich. Ziel des Projekts ist die maschinenlesbare Verzeichnung des Bestands im Gemeinsamen Verbundkatalog (GBV). Die Drucke werden nach den hohen Standards der AG Alte Drucke beim GBV ausführlich erschlossen. Ein großer Gewinn ist zugleich die dadurch langfristig möglich gewordene virtuelle Rekonstruktion des Gesamtbestands der ehemaligen Universitätsbibliothek.

Dieses Projekt ist Teil des Forschungsschwerpunktes der Herzog August Bibliothek zur Geschichte der Universität Helmstedt. Weitere Projekte zu diesem Thema finden Sie hier:

 

 


Zitieren dieser Seite: http://diglib.hab.de/?link=030
Finanzierung: Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, Landkreis Helmstedt
Kontakt: Dr. Petra Feuerstein-Herz
Bearbeiter/in: Christoph Boveland, Katja Hannighofer
Tel. 05331/808-324, -148, -179, Fax - 173