Forschungsstipendien

Stipendienprogramme der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel 2019

Die Herzog August Bibliothek ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung des Landes Niedersachsen, deren mittelalterliche und frühneuzeitliche Bestände ein in Breite und Tiefe einzigartiges Archiv der westlichen Kultur bilden. Handschriften, Inkunabeln, Drucke und Sondersammlungen wie graphische Blätter und Landkarten erlauben die nahezu unbegrenzte Erkundung europäischer Wissensbestände in ihren weltweiten Bezügen. Hinzu kommt die Sammlung der Künstlerbücher des 20. Jahrhunderts. Die Bibliothek betreibt eigene Forschungsprojekte im Bereich Mittelalter und Frühe Neuzeit, führt Tagungen durch und bietet ein reges Kulturprogramm. Besondere Schwerpunkte der bibliothekseigenen Forschung bilden zurzeit unter anderem Prozesse der kulturellen Übersetzung, materielle Kultur, und historische Sammlungsforschung.

Wolfenbütteler Stipendien sind mit einer Residenzpflicht verbunden. Die Unterbringung der Stipendiaten erfolgt in bibliothekseigenen Gästehäusern. Die vom Land Niedersachen geförderten Programme richten sich an bereits promovierte Bewerber und Bewerberinnen aus dem Inland und Ausland und stehen allen historisch forschenden Disziplinen offen.

Die Auswahl der Stipendiaten, die im Kalenderjahr 2019 gefördert werden, erfolgt durch den Wissenschaftlichen Beirat im Sommer 2018. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Januar 2018.

Es gibt jetzt zwei Stipendienformate:

Post-doc Stipendien

NachwuchswissenschaftlerInnen, deren Promotionsabschluss nicht länger als 6 Jahre zurückliegt, können sich um einen längeren Stipendienaufenthalt (mindestens 6, maximal 10 Monate) bewerben. Die Bibliothek kann jährlich 4 bis 5 solche Stipendien vergeben.

Der monatliche Stipendiensatz beträgt € 2.200. Für den Stipendiaten / die Stipendiatin werden einmalig Reisekosten der An- und Abreise übernommen (maximal € 2.000). Für Stipendiaten, die mit Familie nach Wolfenbüttel reisen, können monatliche Kinderzuschläge gewährt werden (bei einem Kind: € 300; bei zwei Kindern: € 400; bei drei und mehr Kindern: € 500).

Kurzzeitstipendien

Diese Stipendien erlauben einem größeren Kreis von Personen aller Qualifikationsstufen (promoviert bis hin zu emeritiert) Aufenthalte an der Bibliothek zu absolvieren, die dem intensiven  Quellenstudium dienen. Die Stipendien können für Zeiträume von mindestens 1 bis maximal 3 Monaten beantragt werden. Das monatliche Stipendium beträgt € 1.800. Ein kleiner Zuschuss zu den Reisekosten (zwischen € 150 und maximal € 650 je nach Ländergruppe) wird gewährt.

Bitte  fordern Sie unter Nennung Ihres Forschungsschwerpunktes und dem Stichwort „Post-doc“ bzw. „Kurzzeit“ Bewerbungsunterlagen an:  forschung@hab.de an.

Bei Rückfragen wenden Sie sich an: Dr. Jill Bepler; Tel. 05331-808-205; e-mail: forschung@hab.de

Weitere Informationen über die Herzog August Bibliothek, ihre Bestände und Programme im Internet: www.hab.de


HAB-Newberry Library Chicago

Jährlich wird ein zweimonatiges Stipendium in Verbindung mit einer Förderung durch die Newberry Library in Chicago vergeben. Ziel ist die Unterstützung eines Forschungsvorhabens, dem die Bestände beider Bibliotheken zugrunde liegen. Anfragen und Bewerbungen richten sich an die Newberry Library.


Stipendien "Digital Humanities"

Der Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel schreibt mehrere Forschungsstipendien im Bereich Digital Humanities aus. Das Programm ist interdisziplinär angelegt und richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und ‑wissenschaftler (ab Master-/Magister-/Diplom-Abschluss) aus dem In- und Ausland. Bewerbungen sind jederzeit möglich.
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Senior Fellows in Wolfenbüttel - Lessing-Stipendien der Dr. phil. Fritz Wiedemann-Stiftung im Stifterverband 2017-2018
(Bewerbungsfrist abgelaufen)

Die Dr. phil. Fritz Wiedemann-Stiftung hat mehrere zeitlich befristete Stipendienprogramme an der Herzog August gefördert und die Arbeit der Bibliothek dadurch ganz wesentlich unterstützt. Im Zuge einer Schwerpunktbildung in der Aufklärungsforschung wird ein neues Senior Fellows-Programm der Bibliothek ausgeschrieben, im Rahmen dessen jährlich 2 Stipendien zur Verfügung stehen.

Gesucht werden ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland mit langjähriger Erfahrung in Forschung und Lehre (LehrstuhlinhaberInnen), die schon intensiv zu Themen der Aufklärung geforscht und publiziert haben und die Bestände der Herzog August Bibliothek als Quellenbasis für ein neues Vorhaben nutzen möchten. Gedacht wird im Sinne des Stifters an Themen aus der Politikgeschichte, aus dem Bereich Kulturtransfer, Kunst- oder Buch- und Bibliotheksgeschichte. Es wird erwartet, dass die geförderten Personen sich am wissenschaftlichen Austausch in der Bibliothek beteiligen und sich in den dafür vorgesehenen informellen Runden besonders mit anwesenden Nachwuchswissenschaftlern und Doktoranden über gemeinsame Forschungsinteressen austauschen. Während des Aufenthalts werden die Geförderten gebeten, für ein allgemeines Publikum einen öffentlichen Vortrag über Themen der Aufklärungsforschung zu halten.

Das sechswöchige Stipendium wird mit einer Pauschale von € 3.000 und einem Reisekostenzuschuss dotiert. Bewerbungen für Aufenthalte in der Zeit ab August 2017 bis Ende 2018 können bis zum 1. Mai 2017 formlos mit einer kurzen Projektbeschreibung, Lebenslauf und Publikationsliste an forschung@hab.de geschickt werden.