Forschungsstipendien

Stipendienprogramme der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel 2021

Die Herzog August Bibliothek ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung des Landes Niedersachsen, deren mittelalterliche und frühneuzeitliche Bestände ein in Breite und Tiefe einzigartiges Archiv der westlichen Kultur bilden. Handschriften, Inkunabeln, Drucke und Sondersammlungen wie graphische Blätter und Landkarten erlauben die nahezu unbegrenzte Erkundung europäischer Wissensbestände in ihren weltweiten Bezügen. Hinzu kommt die Sammlung der Künstlerbücher des 20. Jahrhunderts. Die Bibliothek betreibt eigene Forschungsprojekte im Bereich Mittelalter und Frühe Neuzeit, führt Tagungen durch und bietet ein reges Kulturprogramm. Besondere Schwerpunkte der bibliothekseigenen Forschung bilden zurzeit unter anderem Prozesse der kulturellen Übersetzung, materielle Kultur, und historische Sammlungsforschung. Darüber hinaus begrüßt die Bibliothek ausdrücklich Bewerbungen zu den neuen Forschungsschwerpunkten Religion & Emotion sowie Historische Bildkulturen.

Wolfenbütteler Stipendien sind mit einer Residenzpflicht verbunden. Die Unterbringung der Stipendiaten erfolgt in bibliothekseigenen Gästehäusern. Die vom Land Niedersachen geförderten Programme richten sich an bereits promovierte Bewerber und Bewerberinnen aus dem Inland und Ausland und stehen allen historisch forschenden Disziplinen offen.

Die Auswahl der Stipendiaten, die im Kalenderjahr 2021 gefördert werden, erfolgt durch den Wissenschaftlichen Beirat im Sommer 2020. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Januar 2020.

Es gibt seit 2018 zwei Stipendienformate:

Post-doc Stipendien

NachwuchswissenschaftlerInnen, deren Promotionsabschluss bei Einreichung der Bewerbung nicht länger als 6 Jahre zurückliegt,* können sich um einen längeren Stipendienaufenthalt (mindestens 6, maximal 10 Monate) bewerben. Die Bibliothek kann jährlich 4 bis 5 solche Stipendien vergeben.

Der monatliche Stipendiensatz beträgt € 2.200. Für den Stipendiaten / die Stipendiatin werden einmalig Reisekosten der An- und Abreise übernommen (maximal € 2.000). Für Stipendiaten, die mit Familie nach Wolfenbüttel reisen, können monatliche Kinderzuschläge gewährt werden (bei einem Kind: € 300; bei zwei Kindern: € 400; bei drei und mehr Kindern: € 500).

*Bei Einreichung im Januar 2020 muss die Promotion im Jahr 2014 oder später erfolgt sein.

Kurzzeitstipendien

Diese Stipendien erlauben einem größeren Kreis von Personen aller Qualifikationsstufen (promoviert bis hin zu emeritiert) Aufenthalte an der Bibliothek zu absolvieren, die dem intensiven  Quellenstudium dienen. Die Stipendien können für Zeiträume von mindestens 1 bis maximal 3 Monaten beantragt werden. Das monatliche Stipendium beträgt € 1.800. Ein kleiner Zuschuss zu den Reisekosten (zwischen € 150 und maximal € 650 je nach Ländergruppe) wird gewährt.

Bitte  fordern Sie unter Nennung Ihres Forschungsschwerpunktes und des Stichworts „Post-doc“ bzw. „Kurzzeit“ Bewerbungsunterlagen an:  forschung@hab.de.

Richtlinien für die Vergabe von Stipendien der Herzog August Bibliothek.

Bei Rückfragen wenden Sie sich an: Dr. Elizabeth Harding; Tel. 05331-808-208; e-mail: forschung@hab.de

Weitere Informationen über die Herzog August Bibliothek, ihre Bestände und Programme im Internet: www.hab.de

HAB-Newberry Library Chicago

Jährlich werden einmonatige Stipendien in Verbindung mit einer Förderung durch die Newberry Library in Chicago vergeben. Ziel ist die Unterstützung eines Forschungsvorhabens, dem die Bestände beider Bibliotheken zugrunde liegen. Anfragen und Bewerbungen richten sich an die Newberry Library (Kurzzeitstipendium/Langzeit-
stipendium
).

Senior-Fellowships: "Van Runset Voltaire-Stipendien"

gefördert aus Mitteln der Van Runset-Stiftung

Die Van Runset-Stiftung wurde im Jahr 2006 durch die Romanistin Dr. Ute van Runset an der Herzog August Bibliothek errichtet. Die Stiftung verfolgt den Zweck, die Aufklärungsforschung unter besonderer Berücksichtigung der französischen Aufklärung an der Bibliothek zu fördern. Künftig erweitert die Stiftung ihr Spektrum, indem sie mehrere „Van Runset Voltaire-Stipendien“ für die Aufklärungsforschung vergibt. Die Ausschreibung richtet sich an ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland mit langjähriger Erfahrung in Forschung und Lehre (Lehrstuhlinhaberinnen und –inhaber und vergleichbare Position), die intensiv zum langen 18. Jahrhundert gearbeitet haben und die Bestände der Herzog August Bibliothek als Quellenbasis für ihre Forschungen nutzen möchten. Besonders begrüßt werden Projekte mit einem Schwerpunkt auf Frankreich. Das Programm ist interdisziplinär ausgerichtet.

Die Stipendien können für Zeiträume von mindestens 1 bis maximal 3 Monaten beantragt werden. Das monatliche Stipendium beträgt € 2.500. Ein kleiner Zuschuss zu den Reisekosten wird gewährt. Für Stipendiaten, die mit Familie nach Wolfenbüttel reisen, können monatliche Kinderzuschläge gewährt werden (bei einem Kind: € 300; bei zwei Kindern: € 400; bei drei und mehr Kindern: € 500).

Es wird erwartet, dass sich die geförderten Personen am wissenschaftlichen Austausch in der Bibliothek beteiligen und sich in den dafür vorgesehenen informellen Runden besonders mit anwesenden Nachwuchswissenschaftlern und Doktoranden über gemeinsame Forschungsinteressen austauschen. Es besteht eine Residenzpflicht.

Bewerbungen für Aufenthalte in der Zeit ab Oktober 2020 bis Ende 2021 können bis zum 01. April 2020 formlos mit einer kurzen Projektbeschreibung, Lebenslauf und Publikationsliste an forschung@hab.de geschickt werden.

Informationen zur Stiftung unter: http://www.hab.de/de/home/ueber-uns/freunde-und-stiftungen.html

Stipendien "Digital Humanities"

Der Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel schreibt mehrere Forschungsstipendien im Bereich Digital Humanities aus. Das Programm ist interdisziplinär angelegt und richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und ‑wissenschaftler (ab Master-/Magister-/Diplom-Abschluss) aus dem In- und Ausland. Bewerbungen sind zurzeit nicht möglich.