Forschungsstipendien

Stipendienprogramme der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel 2020
Bewerbungsfrist abgelaufen

Die Herzog August Bibliothek ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung des Landes Niedersachsen, deren mittelalterliche und frühneuzeitliche Bestände ein in Breite und Tiefe einzigartiges Archiv der westlichen Kultur bilden. Handschriften, Inkunabeln, Drucke und Sondersammlungen wie graphische Blätter und Landkarten erlauben die nahezu unbegrenzte Erkundung europäischer Wissensbestände in ihren weltweiten Bezügen. Hinzu kommt die Sammlung der Künstlerbücher des 20. Jahrhunderts. Die Bibliothek betreibt eigene Forschungsprojekte im Bereich Mittelalter und Frühe Neuzeit, führt Tagungen durch und bietet ein reges Kulturprogramm. Besondere Schwerpunkte der bibliothekseigenen Forschung bilden zurzeit unter anderem Prozesse der kulturellen Übersetzung, materielle Kultur, und historische Sammlungsforschung.

Wolfenbütteler Stipendien sind mit einer Residenzpflicht verbunden. Die Unterbringung der Stipendiaten erfolgt in bibliothekseigenen Gästehäusern. Die vom Land Niedersachen geförderten Programme richten sich an bereits promovierte Bewerber und Bewerberinnen aus dem Inland und Ausland und stehen allen historisch forschenden Disziplinen offen.

Die Auswahl der Stipendiaten, die im Kalenderjahr 2020 gefördert werden, erfolgt durch den Wissenschaftlichen Beirat im Sommer 2019. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Januar 2019.

Es gibt seit 2018 zwei Stipendienformate:

Post-doc Stipendien

NachwuchswissenschaftlerInnen, deren Promotionsabschluss bei Einreichung der Bewerbung nicht länger als 6 Jahre zurückliegt,* können sich um einen längeren Stipendienaufenthalt (mindestens 6, maximal 10 Monate) bewerben. Die Bibliothek kann jährlich 4 bis 5 solche Stipendien vergeben.

Der monatliche Stipendiensatz beträgt € 2.200. Für den Stipendiaten / die Stipendiatin werden einmalig Reisekosten der An- und Abreise übernommen (maximal € 2.000). Für Stipendiaten, die mit Familie nach Wolfenbüttel reisen, können monatliche Kinderzuschläge gewährt werden (bei einem Kind: € 300; bei zwei Kindern: € 400; bei drei und mehr Kindern: € 500).

*Bei Einreichung im Januar 2019 muss die Promotion im Jahr 2013 oder später erfolgt sein.

Kurzzeitstipendien

Diese Stipendien erlauben einem größeren Kreis von Personen aller Qualifikationsstufen (promoviert bis hin zu emeritiert) Aufenthalte an der Bibliothek zu absolvieren, die dem intensiven  Quellenstudium dienen. Die Stipendien können für Zeiträume von mindestens 1 bis maximal 3 Monaten beantragt werden. Das monatliche Stipendium beträgt € 1.800. Ein kleiner Zuschuss zu den Reisekosten (zwischen € 150 und maximal € 650 je nach Ländergruppe) wird gewährt.

Bitte  fordern Sie unter Nennung Ihres Forschungsschwerpunktes und des Stichworts „Post-doc“ bzw. „Kurzzeit“ Bewerbungsunterlagen an:  forschung@hab.de an.

Richtlinien für die Vergabe von Stipendien der Herzog August Bibliothek.

Bei Rückfragen wenden Sie sich an: Dr. Elizabeth Harding; Tel. 05331-808-208; e-mail: forschung@hab.de

Weitere Informationen über die Herzog August Bibliothek, ihre Bestände und Programme im Internet: www.hab.de

 

Senior-Fellowships: "Lessing-Stipendien"

Gefördert aus Mitteln der Dr. phil. Fritz Wiedemann-Stiftung

Die Dr. phil. Fritz Wiedemann-Stiftung hat mehrere zeitlich befristete Stipendienprogramme an der Herzog August Bibliothek gefördert und die Arbeit der Bibliothek dadurch ganz wesentlich unterstützt. Im Zuge einer Schwerpunktbildung in der Aufklärungsforschung kann die Bibliothek erneut ein Senior-Fellow-Programm ausschreiben.

Gesucht werden ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland (Lehrstuhlinhaberinnen und –inhaber und vergleichbare Position), die schon intensiv zu Themen der Aufklärung geforscht und publiziert haben und die nun ihre Studien anhand der Bestände der Herzog August Bibliothek vertiefen möchten. Das Programm ist interdisziplinär ausgerichtet. Es wird erwartet, dass die geförderten Personen sich am wissenschaftlichen Austausch in der Bibliothek beteiligen und sich in den dafür vorgesehenen informellen Runden besonders mit anwesenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern über gemeinsame Forschungsinteressen austauschen. Während des Aufenthalts werden die Geförderten gebeten, für ein allgemeines Publikum einen öffentlichen Vortrag über Themen der Aufklärungsforschung zu halten.

Das sechswöchige Stipendium wird mit einer Pauschale von EUR 3.000 und einem Reisekostenzuschuss dotiert. Bewerbungen für Aufenthalte in der Zeit ab Oktober 2019 bis Ende 2020 können bis zum 1. Mai 2019 formlos mit einer kurzen Projektbeschreibung, Lebenslauf und Publikationsliste an forschung@hab.de geschickt werden.

 

Senior-Fellowships: "Van Runset Voltaire-Stipendien"

gefördert aus Mitteln der Van Runset-Stiftung 

Die Van Runset-Stiftung wurde im Jahr 2006 durch die Romanistin Dr. Ute van Runset an der Herzog August Bibliothek errichtet. Die Stiftung verfolgt den Zweck, die Aufklärungsforschung unter besonderer Berücksichtigung der französischen Aufklärung an der Bibliothek zu fördern. Künftig erweitert die Stiftung ihr Spektrum, indem sie mehrere „Van Runset Voltaire-Stipendien“ für die Aufklärungsforschung vergibt. Die Ausschreibung richtet sich an ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland mit langjähriger Erfahrung in Forschung und Lehre (Lehrstuhlinhaberinnen und –inhaber und vergleichbare Position), die intensiv zum langen 18. Jahrhundert gearbeitet haben und die Bestände der Herzog August Bibliothek als Quellenbasis für ihre Forschungen nutzen möchten. Besonders begrüßt werden Projekte mit einem Schwerpunkt auf Frankreich. Das Programm ist interdisziplinär ausgerichtet.

Die Stipendien können für Zeiträume von mindestens 1 bis maximal 3 Monaten beantragt werden. Das monatliche Stipendium beträgt € 2.500. Ein kleiner Zuschuss zu den Reisekosten wird gewährt. Für Stipendiaten, die mit Familie nach Wolfenbüttel reisen, können monatliche Kinderzuschläge gewährt werden (bei einem Kind: € 300; bei zwei Kindern: € 400; bei drei und mehr Kindern: € 500).

Es wird erwartet, dass sich die geförderten Personen am wissenschaftlichen Austausch in der Bibliothek beteiligen und sich in den dafür vorgesehenen informellen Runden besonders mit anwesenden Nachwuchswissenschaftlern und Doktoranden über gemeinsame Forschungsinteressen austauschen. Es besteht eine Residenzpflicht.

Bewerbungen für Aufenthalte in der Zeit ab Oktober 2019 bis Ende 2020 können bis zum 01. April 2019 formlos mit einer kurzen Projektbeschreibung, Lebenslauf und Publikationsliste an forschung@hab.de geschickt werden.

Informationen zur Stiftung unter: http://www.hab.de/de/home/ueber-uns/freunde-und-stiftungen.html 

HAB-Newberry Library Chicago

Jährlich wird ein zweimonatiges Stipendium in Verbindung mit einer Förderung durch die Newberry Library in Chicago vergeben. Ziel ist die Unterstützung eines Forschungsvorhabens, dem die Bestände beider Bibliotheken zugrunde liegen. Anfragen und Bewerbungen richten sich an die Newberry Library.

Stipendien "Digital Humanities"

Der Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel schreibt mehrere Forschungsstipendien im Bereich Digital Humanities aus. Das Programm ist interdisziplinär angelegt und richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und ‑wissenschaftler (ab Master-/Magister-/Diplom-Abschluss) aus dem In- und Ausland. Bewerbungen sind zurzeit nicht möglich.