Digitalisierung der mittelalterlichen Handschriften der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen

SuUB Bremen, msb 0046, Schachbuch des Jacobus de
Cessolis, 13. Jh., mit Besitzeintrag Melchior Goldasts von
Heiminsfeld und Bremer Bibliotheksstempel

In Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen

Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts wird von 2020 bis 2021 die Sammlung mittelalterlicher Handschriften der SuUB Bremen vollständig digitalisiert. Die Handschriften werden in der HAB digitalisiert, die Digitalisate mit Metadaten angereichert und auf dem Portal Digitale Sammlungen der SuUB Bremen online und der Handschriftendatenbank der HAB frei zugänglich gemacht. Sie werden in Manuscripta Mediaevalia bzw. dem darauf aufbauenden Handschriftenportal nachgewiesen und zusätzlich über den Katalog des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds (GVK) recherchierbar sein.

Im Bestand der SuUB Bremen befinden sich 124 mittelalterliche Handschriften, hinzu kommen als Dauerleihgabe drei Codices aus den Kunstsammlungen der Böttcherstraße. Die Codices sind zwischen dem 9. und dem frühen 16. Jahrhundert entstanden und hinsichtlich Inhalt, Sprache, Schrift und Textgestalt vielfältig. Charakteristisch für die Bremer Bestände sind die häufigen Illuminationen. Thematisch ist die Sammlung breit gefächert und umfasst neben theologischen und juristischen Schriften u.a. literarische Texte, Urkunden oder Chroniken. Damit bildet die Sammlung mittelalterlicher Handschriften der SuUB Bremen das gesamte Spektrum hoch- bis spätmittelalterlicher Schrift-, Geistes- und Wissenskultur ab.

Die Sammlung ist durch den Katalog von Irene Stahl (2004) inhaltlich erschlossen.

In Vorbereitung auf das DFG-Projekt wurden 2016 einige Codices in Kooperation mit der HAB Wolfenbüttel digitalisiert, die bereits hier einsehbar sind.


Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeit: April 2020 – Dezember 2021
Kontakt: Dr. Christian Heitzmann, Andrea Opitz
Tel.: 05331-808-129, -314, Fax -134