Professorial Career Patterns in Early Modern Germany

Logo: Annett Riechert Design

Development of a scientific method for research on online available and distributed research databases of academic history

In Kooperation mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Die Entwicklung einer vormodernen Universität hing ebenso wie in der Gegenwart maßgeblich von dem an ihr tätigen Lehrpersonal ab. Die Besetzung von Professuren erfolgte in einem komplexen Zusammenwirken von Landesherrn, Verwaltung, der Universität als Korporation sowie ihrem Umfeld. Dabei orientierte sich die Besetzungspolitik nach moderner Sicht an außerwissenschaftlichen Kriterien wie insbesondere der Konfession und der Nähe oder sogar Verwandtschaft zur etablierten Professorenschaft. Die daraus resultierende Abgeschlossenheit des Lehrkörpers nach außen hin wurde in der Forschung als zentrales Innovationshemmnis und als Grund für den Niedergang der Universitäten in der Aufklärungszeit bewertet.

Das vorliegende Verbundprojekt, in Kooperation mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig, möchte die Einheitlichkeit und Regelhaftigkeit des vormodernen Universitätssystems mit informations-wissenschaftlichen Methoden nachprüfbar machen. Dafür wird der zentrale Aspekt der Berufungspraxis an vormodernen Universitäten im deutschsprachigen Raum in den Blick genommen und nach spezifischen Karrieremustern von Professoren im 16. bis 18. Jahrhundert gefragt. Ziel des Projektes ist es, Forschungsansätze aus den Geisteswissenschaften und der Informatik zusammenzuführen und basierend auf dem Heloise Common Research Modell (HCRM) eine exemplarische Methode zu entwickeln.

Zentrale Datenquelle bilden digital vorliegende Professorenkataloge, die aus weiteren online vorgelegten Quellen angereichert werden können. Ausgegangen wird von den Professorenkatalogen der Universitäten Helmstedt (Catalogus Professorum Helmstadiensium) und Leipzig (Catalogus Professorum Lipsiensium). Damit werden zwei der frequentiertesten und renommiertesten Landesuniversitäten ihrer Zeit in die Untersuchung einbezogen, zu denen im Laufe des Projektes eine katholische Bildungsanstalt hinzukommen soll.

Gemeinsame Homepage der Projektpartner: http://catalogus-professorum.org/projects/pcp-on-web/

 


Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeit: Juni 2017 – Mai 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Ulrike Gleixner (HAB), Dr. Hartmut Beyer (HAB), Prof. Dr. Thomas Riechert (HTWK)
Bearbeiter: Jennifer Blanke (HAB), Edgard Marx (HTWK)
Tel. +49 (0)5331 808-229, Fax -277