Neukatalogisiert durch Dr. Patrizia Carmassi.

Vorläufige Beschreibung

Halberstadt, Historisches Stadtarchiv, M 177

Johann Philpp Hein, Systema theologicum

Papier — I, 530 S. — 20,7 × 17 cm — Berlin — 18. Jh. Zweites Viertel

Lagen: II-2. 3 IV (S. 46) 61 II (S. 530). Von der ersten Lage sind die ersten zwei Blätter als VS dem Pappeinband geklebt. Die letzten zwei Blätter, die vermutlich als vorderes Schutzblatt dienten, sind abgeschnitten worden. Von der letzten Lage sind die letzten zwei Blätter als HS aufgeklebt. Lagenzählung durch Buchstaben a/b/c/ .. aa/ ...aaa ... Originalpaginierung in schwarzer Tinte (1-527). Modern vervollständigt (Bleistift). Schriftraum: 15-17 × 8 cm Horizontal gefaltete Blätter als Konzepthandschrift nur hälftig beschrieben. Marginalien von zumindestens zwei weiteren Händen. Unterstreichungen mit Tinte (Rot, Schwarz) und Bleistift.

Pappeneinband, mit Kiebitz-Papier überzogen. Auf dem Rücken Signaturschild M 177. Auf dem VS zwei Signaturen (Bleistift): Theol. IV. C. 26; 7044. Auf dem VS auch eine Einkaufsliste (?): Zünder 2 - 6 | Brot Caffee 1- 6 | ... 2 Bier 6 - 4 | Caffee 1 -3 | Brot Käse Butter 2 - 8 | Tabak 1 - 8.

Herkunft: Die Handschrift entstand höchstwahrscheinlich in Berlin, wo Johann Philipp Hein als Rektor des reformierten Joachimstaler Gymnasium tätig war. Siehe zu dieser Person auch Halberstadt, Historisches Stadtarchiv, M 189. — Die Handschrift war nach dem 2. Weltkrieg als Beute in die Sowjetunion gekommen. An die Bundesrepublik Deutschland restituiert, gelangte sie zuerst nach Lübeck, von dort 2004 an das Historische Stadtarchiv zu Halberstadt.

Schmidt (1881), 177, S. 18.

Ir Titelblatt: Systema theologicum a celeberrimo ac doctissimo viro Johanne Philippo Heinio S. S. Theologiae Doctore Professore et Rectore Gymnasii Regii Joachimici dictato et calamo excepto. Fußsteg mit Namen des Schreibers und eventuell Ort und Datum abgeschnitten. Schmidt (1881), 177, S. 18, reiht die Handschrift unter den Schulheften Gillets ein. Johann Friedrich Gillet hatte das Joachimstaler Gymnasium besucht. Vgl. Schmidt (1881), 172, S. 17 und Halberstadt, Historisches Stadtarchiv, M 189, M 191, M 193, M 195. Eine weitere Handschrift Gillets, die als verschollen galt, ist aus Russland zurückgekommen und wird derzeit in der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin. Preußischer Kulturbesitz, als Depot aufbewahrt. Es handelt sich um die Handschrift mit ehemaliger Signatur M 219, vgl. Schmidt (1881), 219, S. 21.

S. 1-527 Johann Philipp Hein: Systema Theologicum. Caput 1 de Theologia. § 1 Theologia est scientia de rebus divinis ... (S. 1) Auf dem Kopfsteg L. D. O. M. B. V. [= Laus Deo Omnipotenti Mariae Beatae Virgini?]. (S. 528-529) Inhaltsverzeichnis. Kapitel 1 bis 20. Endet mit: SOLI DEO GLORIA. — S. 530 leer.


Abgekürzt zitierte Literatur

Schmidt (1881)Schmidt, Gustav, Königliches Dom-Gymnasium in Halberstadt. Oster-Programm 1881 (Halberstadt 1881).

Personen-, Orts- und Sachregister


Initienregister