Welcher Aristoteles wurde an der Universität Helmstedt
in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts gelehrt?
Projektbeschreibung
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Communis opinio der Forschung ist, dass die Philosophie Lehrenden der Universität Helmstedt einem an Aristoteles orientierten Späthumanismus breiten Raum gaben, sich vorrangig mit Fragen der Logik und Metaphysik auseinandersetzten, diese revidierten, aber auch selbständige Akzente setzten. Bis zu welchem Grad diese Auseinandersetzung mit Aristoteles säkular und theologiefrei verlief, wird kontrovers diskutiert. Communis opinio ist ferner, dass der Aristotelismus an der Universität Helmstedt sich dem Paduaner Aristotelismus, vor allem Zabarella (1533-1589), anschloss, der eine von Metaphysik und Theologie freie aristotelische Methodologie und eine instrumentalistische Auffassung der Logik vertrat. Einzelstudien, überwiegend älteren Datums, befassen sich mit der theologischen, juristischen und medizinischen Fakultät der Universität Helmstedt, mit dem Lehrstuhl für Physik, Poesie, Geschichte und Klassischen Philologie. Desiderata in der Forschung sind, (1) welche Folgen eine von Metaphysik
und Theologie freie aristotelische Methodologie an
einer Universität theologischer Prägung
für die einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen
hatte, Diesen Desiderata gilt dieses Projekt.
Es soll exemplarisch in der ersten Hälfte des
17. Jahrhunderts (1620-1660) an der Universität
Helmstedt publizierte Schriften der Lehrenden wie
der unter ihrer Betreuung angefertigten Dissertationen
untersuchen, um Antworten auf diese Fragen zu finden. |
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Kontakt: PD Dr. Ulrike Zeuch |
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