Repräsentation als Problem der Literatur
seit Beginn der Frühen Neuzeit
Projektbeschreibung
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Mit Francesco Robortellos erstem
gedruckten Kommentar zur Aristotelischen Poetik von
1548 wird eine Erwartung an die Literatur verbindlich,
die den Wahrheitsanspruch der Literatur neu legitimiert:
Literatur soll repräsentieren (bildlich darstellen,
veranschaulichen, nachahmen), und zwar sowohl menschliche
Handlungen als auch Bewegungen als auch Beseeltes
wie Unbeseeltes. Zum Problem wird diese Erwartung
einer Vergegenwärtigung und Versinnbildlichung
im Medium der Literatur aus zwei Gründen: Indem
sie davon ausgeht, dass nur das in der Vorstellung
Gegebene Gegenstand der Repräsentation sei, entfallen
Fiktion und Imagination, und was sich nicht in der
Vorstellung findet, lässt sich auch nicht darstellen.
Die Literatur selbst hat sich an diese Erwartung nicht
gehalten, sich dafür aber den bereits von Platon
formulierten Vorwurf neuerlich eingehandelt, sie lüge
zu viel ein Vorwurf, der in der sogenannten
gegenwärtigen Krise der Repräsentation neue
Aktualität erhalten hat. |
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Langfassung der Projektbeschreibung
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