Hauptprogramm der Herzog August Bibliothek
Die Herzog August Bibliothek, eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung des Landes Niedersachsen, vergibt Stipendien an promovierte Wissenschaftler/-innen aus dem In- und Ausland, um Forschungsvorhaben vor allem aus den Bereichen Mittelalter und Früher Neuzeit zu fördern. Das internationale Programm steht allen historisch orientierten Fachrichtungen offen. Mittelpunkt der Arbeit in Wolfenbüttel bilden die historischen Buch- und Handschriftenbestände.
Das Stipendium (von 2 bis 12 Monaten) wird als Teilstipendium (monatlich 1.050 EUR) oder als Vollstipendium (1.600 EUR) gewährt und ist mit der Residenzpflicht in Wolfenbüttel verbunden. Die Bibliothek verfügt über eigene Gästehäuser. Ein Zuschuß zu den An- und Abreisekosten wird gewährt. Es wird erwartet, dass die Stipendiaten sich an den Forschungsaktivitäten der Bibliothek beteiligen. Bewerbungen beziehen sich auf Stipendien im Kalenderjahr 2011. Die entsprechende Auswahlsitzung findet im Sommer statt.
Im Rahmen einer Kooperation mit dem Institut für Europäische Geschichte in Mainz wird jährlich ein Stipendium vergeben, das eine Förderung an beiden Institutionen (6 Monate HAB, 6 Monate IEG) vorsieht und nach der Quellenarbeit in Wolfenbüttel eine Schreibphase in Mainz ermöglicht. Anträge dieser Art sind besonders zu begründen.
Vollständige Bewerbungsunterlagen für das folgende Kalenderjahr müssen bis zum 31. Januar vorliegen. Bewerbungsformulare bitte anfordern.
Information und Bewerbungsformulare:
Herzog August Bibliothek
Frau Dr. Gillian Bepler
Postfach 13 64
D - 38299 Wolfenbüttel
Tel.: 05331/808-208
Fax: 05331/808-266
e-mail: bepler@hab.de
Newberry Library Chicago
Jährlich wird ein zweimonatiges Stipendium in Verbindung mit einer Förderung durch die Newberry Library in Chicago vergeben. Ziel ist die Unterstützung eines Forschungsvorhabens, dem die Bestände beider Bibliotheken zugrunde liegen. Anfragen und Bewerbungen richten sich an die Newberry Library.
Stipendienrichtlinien
Richtlinien für die Vergabe von Stipendien der Herzog August Bibliothek ( * RdErl. d. MWK vom 2.12.1993, NdsBl. Nr. 2/1994, S. 40., geändert Nds. MBl. Nr.17/2003 S.355)
Wiedemann-Stipendien zur Aufklärungsforschung an der Herzog August Bibliothek
In einem Sonderprogramm der Dr. phil. Fritz Wiedemann-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft vergibt die Herzog August Bibliothek ab 2010 Stipendien an bereits promovierte Bewerberinnen und Bewerber aus dem In- und Ausland, deren Forschungsprojekte einen Schwerpunkt in der Erforschung der Aufklärungszeit aufweisen. Projekte zur norddeutschen Aufklärung, zur Verbindung zwischen Politik und Publizistik in der Aufklärungszeit, zu deutsch-französischen Kulturbeziehungen und zu den Kommunikationsnetzwerken Nordeuropas sind sehr willkommen.
Projekte können mit Stipendienaufenthalten in Wolfenbüttel von 2 oder 3 Monaten gefördert werden. Das Stipendium beträgt monatlich € 1.800. Ein Zuschuss zu den Kosten der An- und Abreise wird gewährt. Formlose Bewerbungen mit einer kurzen Darstellung des Projektes, Lebenslauf und Publikationsliste können an forschung@hab.de geschickt werden. Bewerbungsfrist: 15. Januar 2010.
Gerda Henkel Stipendien für Ideengeschichte - Marbach Weimar Wolfenbüttel
Das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Klassik Stiftung Weimar und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel schreiben in Zusammenarbeit mit der Gerda Henkel Stiftung
3 Gerda-Henkel-Stipendien für Ideengeschichte
aus. Die Ausschreibung richtet sich an Doktoranden und Postdoktoranden, die ein ideengeschichtliches Projekt auf der Basis der Quellenbestände planen, die in einer der drei Forschungseinrichtungen zur Verfügung stehen. Die maximale Förderdauer beträgt 5 Monate, der Stipendiensatz 900,-/Monat für Doktoranden, 1.500,-/Monat für Postdoktoranden.
Als ideengeschichtliche Projekte sind solche Vorhaben verhandelbar, die eine klare, forschungsrelevante Fragestellung innerhalb des Überlieferungszeitsraums einer der drei Einrichtungen entwickeln. Interdisziplinäre Ansätze, etwa die Verbindung politischer Ideengeschichte mit bildwissenschaftlichen Fragestellungen, sind ausdrücklich erwünscht. Rein literaturwissenschaftliche Projekte können nicht berücksichtigt werden. Einrichtungsübergreifende Anträge sind möglich.
Bewerbungen (Abstract, Projektdarstellung auf max. 6 Seiten,
Arbeitsplan mit Liste der in Frage kommenden Bestände,
Lebenslauf, Publikationsliste, Zeugnisse, ggf. Gutachten)
sind unter Verwendung des Formblatts
bei der jeweiligen Einrichtung bis zum 28. Februar 2010
einzureichen. Über die Vergabe entscheidet eine
gemeinsame Kommission der drei Einrichtungen Deutsches Literaturarchiv
Marbach, Klassik Stiftung Weimar und Herzog August BibliothekWolfenbüttel
sowie der Gerda Henkel Stiftung. Als Kriterien für
die Vergabe der Stipendien gelten Qualifikation der Bewerber,
Bedeutung des ideengeschichtlichen Forschungsvorhabens sowie
die Relevanz des Bestandsbezugs. Ein Rechtsanspruch auf
ein Stipendium besteht nicht.
Kontakt:
Deutsches Literaturarchiv Marbach, Dr. Marcel Lepper,
Schillerhöhe 8-10, D-71672 Marbach am Neckar, E-Mail:
marcel.lepper@dla-marbach.de, Telefon: +49-7144-848-432,
Fax: +49-7144-848-490, WWW: http://www.dla-marbach.de
Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Dr. Jill
Bepler, Postfach 1364, D-38299 Wolfenbüttel, E-Mail:
bepler@hab.de
Klassik Stiftung Weimar, Dr. Jonas Maatsch, Burgplatz
4, D-99423 Weimar, E-Mail: jonas.maatsch@klassik-stiftung.de,
WWW: http://www.klassik-stiftung.de



