"verklingend und ewig" - Tausend Jahre Musikgedächtnis 800 - 1800

Sonderausstellung in der Augusteerhalle, der Schatzkammer, im Kabinett und im Globensaal der Bibliotheca Augusta vom 4. September 2011 bis 26. Februar 2012

Musik ist keine Kunstform der Schaulust, sondern der Hörlust. Ihr Eigentliches entfaltet sich, wenn man sie hört, nicht jedoch, wenn man sieht, wie sie aufgeschrieben wurde. Und doch: Musik, aufgeschrieben oder gedruckt in Büchern, ist oftmals von großer Schönheit. Diese Spannung zwischen verklingender Musik und ihrer Verewigung im Speicher des Buches ist Thema der Ausstellung, deren Leitfrage lautet: Wie kommt Musik ins Buch und wie kommt sie wieder aus dem Buch heraus. Dazu werden Handschriften, Drucke und Graphiken aus den Jahren 800 bis 1800 gezeigt. Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Kooperation der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Seit dem 9. Jahrhundert ist die musikalische Kultur Europas zunehmend geprägt von schriftlicher Notation, die das menschliche Gedächtnis entlastet. Ohne sie wäre uns die Musik vergangener Jahrhunderte nicht mehr zugänglich, und ihre Entwicklung wäre anders verlaufen. Im Laufe von tausend Jahren haben Handschriften, gedruckte Bücher und Graphiken unterschiedlichste Funktionen für die Aufzeichnung von Musik erfüllt. Die verschiedenen Buchinhalte und -formen, die Spuren ihrer Benutzung und Weitergabe legen Zeugnis ab von der Rolle, die Bücher bei der Bewahrung und Aufführung von Musik spielten.

Zur Begrüßung der Ausstellungseröffnung sprachen Helwig Schmidt-Glintzer, Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, und Susanne Rode-Breymann, Präsidentin der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, die gemeinsam mit Sven Limbeck, stellvertretender Leiter der Abteilung Handschriften und Sondersammlungen der Herzog August Bibliothek, die Ausstellung kuratiert hat. Eine inhaltliche Einführung in die Ausstellung gab Sven Limbeck. Bei der Ausstellungseröffnung wurden Teile aus Jacobus Peetrinus (um 1553 – um 1591), Il Primo Libro del Iubilo di S. Bernardo con alcune canzonette Spirituali scritte & intagliate (Rom 1588) von Mitgliedern des Mädchenchors Hannover unter Leitung von Gudrun Schröfel gesungen.

Zur Ausstellung sind eine CD des Mädchenchors Hannover (Leitung Gudrun Schröfel) und des Knabenchors Hannover (Leitung Jörg Breiding) mit Raritäten aus der Herzog August Bibliothek sowie ein Katalog erschienen:
Susanne Rode-Breymann und Sven Limbeck (Hrsg.): „verklingend und ewig – Tausend Jahre Musikgedächtnis 800–1800“. Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek Nr. 94. 2011. 308 S. mit 166 Farbabb. und 6 s/w-Abb.
in der Ausstellung (broschierte Ausgabe):
Katalog: € 20,-
CD: € 14,- (UVP)
Katalog und CD zusammen: € 30,-
über den Buchhandel (fest gebundene Ausgabe):
Katalog: € 39,80
CD (Rondeau): € 15,95 (UVP)
ISBN: 978-3-447-06596-2

Die Ausstellung wird gefördert von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, der Stiftung Niedersachsen, der Klosterkammer Hannover, der Mariann Steegmann Foundation und der Walter und Charlotte Hamel Stiftung. Medienpartner ist der NDR1 Niedersachsen.

Öffnungszeiten: Die Ausstellung ist vom 4. September 2011 bis 26. Februar 2012 in der Augusteerhalle, der Schatzkammer, im Kabinett und im Globensaal der Bibliotheca Augusta zu sehen: Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr. Der Eintritt zur Eröffnungsveranstaltung ist frei.

Informationen unter 05331/808-214 oder www.hab.de

 

"Gemeint ist das Unsichtbare. Künstlerbücher von Clemens-Tobias Lange"

Erste Malerbuchausstellung 2012 im Malerbuchsaal der Bibliotheca Augusta vom 10. Februar bis 27. Mai 2012.

Clemens-Tobias Lange erhielt am 26. Januar 2012 den Antiquaria Preis für Buchkultur (http://www.antiquaria-preis.de). In der Begründung heißt es: "Ausgezeichnet wird damit ein Gestalter herausragender Künstlerbücher. Clemens-Tobias Langes Buchkunstwerke zeichnen sich durch subtile typographische Gestaltung, reiche, originelle und zugleich sensible Materialität sowie durch sorgsame Auswahl hochrangiger alter wie zeitgenössischer Texte aus. So entstehen einerseits haptisch reizvolle Objekte, andererseits visuell ausgewogene Kompositionen aus Schrift und Bild. Dieser Dichte entspricht die Vielfalt der von Clemens-Tobias Lange verwendeten grafischen Techniken einschließlich der in den neuen Werken vorherrschenden künstlerischen Fotografie. Immer gelingt ihm dabei die Balance zwischen gestalterischen und stofflichen Kontrasten in neuartigen Synthesen. Dabei wird er ebenso von fremden Kulturen wie durch Kooperationen mit Kollegen zu immer neuen Wegen angeregt. Von bildlosen reinen Texten über Bücher mit differenziertem Bild-Text-Bezug bis hin zu Werken, in denen ausschließlich Bilder sprechen, erschließt Clemens-Tobias Lange das breite Spektrum des Ausdrucksmittels Künstlerbuch, zu dessen Rang er damit - weit über die Grenzen Deutschlands hinaus - Entscheidendes beigetragen hat."

Nach der Begrüßung zur Eröffnung durch Helwig Schmidt-Glintzer, Direktor der Herzog August Bibliothek, spricht Johan Deumens (Amsterdam), Galerist und Ausstellungskurator von Künstlerbüchern, über den Hamburger Künstler Clemens-Tobias Lange. Anschließend darf das Publikum auf eine Performance und Lesung des Dichters Dominic Brancale aus Bologna gespannt sein.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog: Gemeint ist das Unsichtbare - Künstlerbücher von Clemens-Tobias Lange, CTL-Presse, Hamburg, 2012 (Erscheinungsdatum noch unbekannt)

Eintritt zur Eröffnungsveranstaltung: frei

Die Ausstellung ist vom 10. Februar bis 27. Mai 2012 im Malerbuchsaal der Herzog August Bibliothek zu sehen.


Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr
Eintritt: 5,-/2,-/1,-


Informationen unter 05331/808-214 oder www.hab.de

 

 

 

Ausstellungen im Internet

 

Vorschau Sonderausstellungen

Auch Bücher altern. Bestandserhaltung in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Ausstellung in der Augusteerhalle, der Schatzkammer und im Kabinett der Herzog August Bibliothek vom 4. März bis 26. August 2012

 

Dauerausstellungen

Die Welt der Buchstaben von Hermann Zapf
Dauerausstellung: Malerbuchkabinett der Bibliotheca Augusta

Lessing in Wolfenbüttel (1770 - 1781)
Dauerausstellung: Lessinghaus

 


 

Regelmäßige Führungen finden in der Regel am ersten Dienstag im Monat um 19.00 Uhr sowie sonn- und feiertags um 11.00 Uhr in der Bibliotheca Augusta statt.

Bitte beachten Sie ggf. aktuelle Änderungen der Öffnungszeiten und der Führungstermine.

Kontakt

Weitere Informationen zu unseren Ausstellungen erhalten Sie unter info@hab.de oder Tel. 05331/808-214

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Zuletzt geändert am 7. Februar 2012