Innovation trotz Krise - Werkstattgespräch
Jens Bruning hält im Rahmen der Werkstattgespräche am Donnerstag, 10. März 2011, um 14.15 Uhr im Seminarraum des Zeughauses einen Vortrag zum Thema: "Innovation trotz Krise. Die Philosophische Fakultät der Universität Helmstedt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts".
Nachdem
die Universität Helmstedt im 17. Jahrhundert zu den
angesehensten und auch meistbesuchten Universitäten
des Alten Reiches gehört hatte, konnte dieser Status
in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nicht behauptet
werden. Die benachbarten Universitätsneugründungen
in Halle (1694) und Göttingen (1737) bedeuteten eine
starke Konkurrenz für die Academia Julia und die Besucherzahlen
gingen entsprechend stark zurück. Trotz dieses Abstiegs
zu einer nur noch regional bedeutsamen Landesuniversität
lässt sich jedoch an vielen Faktoren feststellen, dass
das letzte halbe Jahrhundert der Helmstedter Hochschule
keineswegs allein durch Niedergang oder gar Auflösungserscheinungen
geprägt war.
Der Vortrag möchte einen Einblick in diesen bislang
nur wenig beachteten Abschnitt der Universitätsgeschichte
bieten und anhand ausgewählter Beispiele gerade aus
der Philosophischen Fakultät zeigen, dass in Helmstedt
auch in diesem Zeitraum noch innovatives Potential vorhanden
war.
Jens Bruning studierte Geschichte und Politikwissenschaft
an der Universität Osnabrück und war Stipendiat
des dortigen Graduiertenkollegs "Bildung in der Frühen
Neuzeit", wo er 1998 mit einer Arbeit zum brandenburg-preußischen
Schulwesen promoviert wurde. Nach Tätigkeiten als wiss.
Assistent und Mitarbeiter an den Universitäten Leipzig
und Kiel ist Jens Bruning seit 2006 wiss. Mitarbeiter im
Projekt "Wissensproduktion an der Universität
Helmstedt" an der Herzog August Bibliothek.
Ort: Seminarraum des Zeughauses, Herzog August Bibliothek, Schlossplatz 12, 38304 Wolfenbüttel.
Bild: Ansicht der Helmstedter Universitätsgebäude mit den Wappen der vier Fakultäten (um 1750)
Informationen unter 05331/808-214 oder www.hab.de



