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Gelungener Zukunftstag in der Herzog August Bibliothek und Lessingakademie

26 Schülerinnen und Schüler nahmen am Donnerstag, 14. April 2011, am Zukunftstag in der Herzog August Bibliothek teil. Die Kinder und Jugendlichen erhielten dabei einen Einblick in verschiedene Berufsfelder der Wolfenbütteler Forschungseinrichtung. Der "Zukunftstag für Jungen und Mädchen" findet in Niedersachsen jährlich statt und bietet Gelegenheit, das Berufsspektrum zu erweitern.

Der Tag begann mit einer Führung durch die musealen Räume der Bibliothek, außerdem wurde das Lessinghaus besichtigt. Danach beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler in sieben Gruppen mit Berufszweigen in der Forschungsabteilung, der Bibliothek, den Veröffentlichungen, der Restaurierungswerkstatt, bei den Zentralen Diensten, in der Fotowerkstatt und in der Pressestelle.

Allen gefiel der Zukunftstag sehr gut: Nils Gehrke und Ylva Winter machten in der Lessingakademie zunächst ein Lessing-Quiz. Nils interessierte sich besonders für die Handschrift Lessings und wie Bücher digitalisiert ins Internet gelangen. Eine große Gruppe war in der Publikationsabteilung. Gesine Hermann, Anna-Lena Kolodzynski, Magdalena Meier, Samira Sieverdingbeck und Bennett Parlitz informierten sich über den Produktionsweg von Büchern und über die Aufgaben eines Lektorats. In der Restaurierungswerkstatt waren Maria Stäcker und Lea Poloczek damit beschäftigt eine Mappe anzufertigen. Josephine Klapper und Johanna Hermann erhielten einen Einblick in das Tätigkeitsfeld der Zentralen Dienste, von der Gebäudetechnik bis hin zur Poststelle. Die Schüler in der Pressestelle, Stefan Wilke, Marcus Spengler und Mirko Schmidt, erstellten diese Pressemitteilung und die Fotos.

In der Forschungsabteilung haben drei NachwuchshistorikerInnen zum Thema "Was macht die Fürstin am frühneuzeitlichen Hof?" geforscht. Das Ergebnis Ihrer Quellenarbeit und eines Interviews mit einer Historikerin kann sich sehen lassen: Die Fürstin musste den ganzen Haushalt organisieren, zum Beispiel indem sie den Dienern sagte, was sie im Haus für sie erledigen sollten. Um die Erziehung ihrer Kinder kümmerte sie sich nicht allein: Bis zum zweiten Lebensjahr wurden sie von der Amme gepflegt, danach wurden die Kinder von dem Hofmeister unterrichtet. Aber die Fürstin hatte immer die Aufsicht. An dem Musenhof in Wolfenbüttel (die neun Musen waren die Göttinnen der Künste) hat die Fürstin getanzt und mit der ganzen Familie Musik gemacht. Die Feste am Hof wurden zur öffentlichen Repräsentation gefeiert. Sophie Elisabeth (1613-1676) war ein Beispiel für eine musikalisch begabte Fürstin. Sie hat mit ihrer Familie zusammen musiziert und hat auch selber Singspiele komponiert. Außerdem hat sie als Witwe ihren eigenen Hof gehabt, wo sie in der Kirche am Sonntag Geld für Arme gesammelt und Medikamente verteilt hat. Von Hannah Butzke, Pascal Borchers und Tobias Krull

Zum Schluss sprachen die Schülerinnen und Schüler mit Helwig Schmidt-Glintzer, dem Direktor der Herzog August Bibliothek, über ihre Erfahrungen am Zukunftstag.


Bild: Samira Sieverdingbeck, Gesine Hermann, Anna-Lena Kolodzynski, Magdalena Meier und Bennett Parlitz informierten sich über Berufe im Verlagswesen. (HAB)


Bild: (von links) Lea Poloczek und Maria Stäcker fertigten in der Restaurierungswerkstatt eine Mappe an.


Bild: (von links): Stefan Wilke, Marcus Spengler und Mirko Schmidt verfassten in der Pressestelle diese Pressemitteilung zum Zukunftstag



Bild: (von links) Hannah Butzke, Pascal Borchers und Tobias Krull forschten zum Thema "Was macht die Fürstin am frühneuzeitlichen Hof?"


Bild: 26 Schülerinnen und Schüler nahmen am Zukunftstag in der Herzog August Bibliothek teil. Zum Abschluss sprachen sie mit Helwig Schmidt-Glintzer, Direktor der Herzog August Bibliothek, über ihre Erfahrungen.

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Zuletzt geändert am 15. April 2011
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