Erhaltenes Wissen, verschwundene Pracht - Werkstattgespräch
Britta-Juliane Kruse stellt am Donnerstag, 9. Juni 2011, um 14.15 Uhr, im Bibelsaal der Bibliotheca Augusta ihr Forschungsprojekt vor: "Erhaltenes Wissen, verschwundene Pracht. Neues zum Transfer von Klosterbibliotheken und Kirchenschätzen auf Anordnung des Herzogs Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1572/73)". Der Vortrag findet im Rahmen der Werkstattgespräche der Forschungsabteilung der Herzog August Bibliothek statt.
Schon
kurz nach seiner Amtsübernahme 1568 ließ Herzog
Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1528-1589) in
seinem Fürstentum die lutherische Reform der Kirche
realisieren. Er übernahm ein stark verschuldetes Territorium,
und innerhalb der in Jahrhunderten angesammelten Kirchenschätze
befanden sich prächtige Objekte von beachtlichem Wert.
Da der Konfessionswechsel nicht ohne Widerstand verlief,
versuchte man diesem durch die Entfernung der altkirchlichen
Ausstattungsstücke Nachdruck zu verleihen. Die Büchersammlungen
aus den Klöstern wurden auf Anweisung des bibliophilen
Herzog Julius größtenteils nach Wolfenbüttel
transportiert und in die herzogliche Bibliothek eingruppiert.
Hier haben sie die Zeit überdauert und werden nun,
zusammen mit den erhaltenen Inventaren, im Rahmen des Projekts
"Klosterbibliotheken" erforscht.
Britta-Juliane Kruse hat in Bonn und Berlin Ältere und Neuere deutsche Literatur, Kunstgeschichte und Klassische Archäologie studiert. Seit 2008 leitet sie das Forschungsprojekt "Klosterbibliotheken" in der Herzog August Bibliothek.
Das Werkstattgespräch wurde im Jahresprogramm ursprünglich für den 16. Juni angekündigt, der Termin wurde jedoch auf den 9. Juni vorgezogen.
Informationen unter 05331/808-214 oder www.hab.de
Herzog Julius von Braunschweig- Wolfenbüttel (1528-1589)



