Die Bibel in der Hand der Laien - Sonderführung
In einer Sonderführung am Freitag, 8. April 2011 um 16.00 Uhr durch die Ausstellung "Reformstau im 15. Jahrhundert? Kirche und Welt vor der Reformation" wird Christian Heitzmann, Leiter der Handschriftenabteilung und Kurator der Ausstellung, das Thema "Die Bibel in der Hand der Laien" aufgreifen.
Im Jahr 2017 wird das 500-jährige Reformationsjubiläum begangen. Mit der Epoche machenden Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen gegen den Ablass begann am 31. Oktober 1517 eine neue Zeit. Das Monopol des Klerus, die Bibel verbindlich auszulegen, geriet zunehmend in die Kritik. Lesekundige Laien verlangten danach, selbst die Bibel zu lesen. Es entstanden Übersetzungen wie die englische Bibel, die auf den verurteilten Ketzer John Wycliff zurückgeht. Druckausgaben deutscher Bibeln erschienen seit 1466, also lange vor Luther, in großer Zahl. Kirchliche Verbote wurden von Druckern und Lesern weitgehend ignoriert.
Informationen unter 05331/808-214 oder www.hab.de
Eintritt: 5,-/2,- Euro

Bild: Die erste gedruckte Bibel in deutscher Sprache (Straßburg,
1466)



