Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen des Arbeitsgesprächs "Rechtshandschriften des deutschen Mittelalters"
Am Montag, 27. Juni 2011, um 19.30 Uhr spricht Martin
Brett in der Augusteerhalle über mittelalterliche kirchenrechtliche
Sammlungen und ihre handschriftliche Überlieferung.
Der Vortrag in englischer Sprache mit dem Titel "The
Transmission of Canon Law manuscripts as cultural phenomenon"
findet im Rahmen des Arbeitsgesprächs "Rechtshandschriften
des deutschen Mittelalters - Produktionsorte und Importwege"
statt.
In seinem Vortrag untersucht Martin Brett Wege und Mechanismen
der Überlieferung der neuen kirchenrechtlichen Sammlungen
in der Zeit zwischen 1060 und dem Ende des 12. Jahrhunderts.
Dabei analysiert er die konkreten Benutzer dieser Werke
aber auch die Netzwerke religiöser, politischer und
kultureller Natur, die für die Vermittlung und Verbreitung
der Bücher wichtig waren. Er zeigt, wie sich diese
Mechanismen im Laufe des 12. Jahrhunderts grundsätzlich
veränderten und was die Gründe dafür waren.
Martin Brett, Cambridge/UK, Robinson College, ist ein Experte
auf dem Gebiet des mittelalterlichen Kirchenrechts und der
handschriftlichen Überlieferung. Er ist herausragender
Kenner der Beziehung des Papsttums nach England und unter
anderem spezialisiert auf die Werke des berühmten Bischofs
Ivo von Chartres ( 1115).
Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.
Der Eintritt ist frei.
Informationen unter 05331/808-214 oder www.hab.de
Bild: Arbor consanguineitatis (Detail),
Cod. Guelf. 12 Helmst., Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel



