09.09.2021:

Die Herzog August Bibliothek und die Gesellschaft der Freunde der HAB trauern um Manfred Flotho. Der langjährige Präsident des Oberlandesgerichts Braunschweig und Präsident der GdF verstarb im August 2021 in Wolfenbüttel. Ein Nachruf von Dr. Sabine Solf

 

08.09.2021: Künstlerbuchpreis für „Caro Giordano“ steht in den Startlöchern

„Caro Giordano. Resonanzen & Gestrüpp“ heißt das Buch von Ulrike Stoltz, welches am 09. September mit dem Künstlerbuchpreis der HAB und der Curt Mast Jägermeister-Stiftung ausgezeichnet wird. Ausgangspunkt des Werkes stellt die Spurensuche zum Brief Giordano Brunos dar, welcher in der HAB aufbewahrt wird und Anlass für das Kaladeiskop an aus Texten und Bildern bestehende Werk Stoltzes bot. Die Preisverleihung wird morgen um 18.15 Uhr via Livestream übertragen. Der Link zum Stream wird eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung bekanntgegeben. Mehr…

 

07.09.2021: Akademische Nachwuchskräfte für Doktorandenstipendien an der HAB gesucht

Für die internationalen Doktorandenstipendien der Dr. Günther Findel-Stiftung und Rolf und Ursula Schneider-Stiftung sind noch bis zum 01. Oktober Bewerbungen möglich. Die Programme stehen Doktorand*innen aus allen historisch orientierten Fachrichtungen offen und fördern Projekte, die mittels der historischen Bestände der HAB realisiert werden. Stipendien werden werden für zwei bis zehn Monate vergeben. Mehr…

 

19.08.2021: Phase 3 des OCR-D-Projekts gestartet

OCR-D startet in die dritte Phase: Die Förderinitiative macht OCR fit für die Massendigitalisierung und bereitet die Volltexttransformation von VD 16, VD 17 und VD 18 vor. Wir wünschen unseren Projektpartnern viel Erfolg!

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier und auf unserer Projektseite.

 

Zugriff auf 373 Titel des E-Book Pakets „Marx und Marxismus“ von De Gruyter bis zum 30.09.2021

Bis zum 30.09.2021 können Nutzer*innen der HAB auf die 373 Titel des E-Book Pakets „Marx und Marxismus“ von De Gruyter zugreifen. Das Paket umfasst unter anderem zeitgenössische Beiträge aller Fachrichtungen sowie die Marx-Engels Gesamtausgabe (MEGA).

Der Zugriff erfolgt über die De Gruyter-Plattform: Unter dem Punkt „Meine Inhalte“ (https://www.degruyter.com/myProducts) und dem Unterpunkt „Andere Pakete“ kann „Marxism eBooks 2021“ ausgewählt werden. Interessierte können sich eine Titelliste aller im Paket enthaltenen Medien unter „Bücher“ anzeigen lassen sowie mit einem Klick auf „Paketinhalt suchen“ eine Suche im De-Gruyter-Portal auslösen, die über das Paket hinaus 9.061 Titel des Themenkreises „Marx“ anzeigt.

Außerhalb der Räume der HAB ist ein Zugriff über Shibboleth möglich.

 

27.07.2021: „Das Meer. Maritime Welten in der Frühen Neuzeit“

Der vierte Band der Reihe "Frühneuzeit - Impulse" ordnet die Frühe Neuzeit als maritime Epoche ein. Das von Peter Burschel und Sünne Juterczenka herausgegebene Buch betrachtet die damalige Rolle des Meeres und zeigt seine ambivalente Bedeutung auf: Zugleich Ressource und Gefahr. Mehr…

 

21.07.2021: Ideen gesucht für das Forschungsprojekt "Professorale Karrieremuster der Frühen Neuzeit"

Call for Papers: Das DFG-Projekt „Professorale Karrieremuster der Frühen Neuzeit“ steht kurz vor seinem Abschluss. Für die digitale Abschlusstagung des Kooperationsprojektes der HAB und der HTWK Leipzig vom 27. bis 28.10.2021 werden noch Beitrags- und Datenvorschläge gesucht. Der Aufruf richtet sich an Forscher*innen und Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Frühneuzeit, Informatik sowie angrenzenden Forschungsfeldern mit Bezug zu den Digital Humanities, die ihre theoretischen Überlegungen teilen und Forschungsdaten im Bereich der Bildungs-und Gelehrtengeschichte zur Verfügung stellen möchten. Mehr...

 

15.07.2021: Pandemien in der Geschichte

Schüler*innen wissen, wie sich das Leben in der Pandemiezeit anfühlt

Die meisten von uns wollen das C-Wort nicht mehr hören - wo es doch jede Unterhaltung seit anderthalb Jahren dominiert, uns voneinander auf Abstand hält und in allen Lebensbereichen einschränkt. Und doch haben sich zwölf Schüler*innen im Rahmen der Förderung individueller Begabungen und Interessen am Gymnasium im Schloss dazu entschieden, in einem dreitägigen Schülerseminar in der Herzog August Bibliothek ausgerechnet das Thema „Pandemien in der Geschichte“ vor dem Hintergrund der aktuellen Erfahrungen zu erforschen.

Wie haben sich die Menschen die Ursachen der Infektionskrankheiten erklärt? Welche Rolle spielte dabei der Aberglaube? Gab es auch bei früheren Pandemien schon Verschwörungstheorien? Mit welchen Maßnahmen versuchte man die Verbreitung der Seuche in den Griff zu bekommen? Wie wurde das Nichteinhalten der Regeln sanktioniert? Und wie haben die Pandemien die jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnisse verändert? Diesen Fragen gingen die Schüler*innen des zehnten Jahrgangs unter der Leitung ihrer Lehrerinnen Frau Dr. Lins und Frau Rinas nach. Sehr bereichernd fanden dabei alle den Kurzvortrag von Frau Dr. Feuerstein-Herz, Leiterin der Abteilung Alte Drucke, die selbst früher mehrere Schülerseminare zu diesem Thema in der HAB geleitet hat. Sie erklärte, wie das Verständnis von Krankheiten und die Versuche ihrer Behandlung und Heilung in den historisch bedingten Welterklärungskonzepten verhaftet war oder welche Bedeutung sowohl bei der Bekämpfung der „Pest“ als auch für die Entwicklung des Buchdrucks den „Seuchenschriften“ zukam. Und obwohl dieses Thema schon in vielen Schülerseminaren behandelt wurde, war es diesmal anders, denn diese Schüler*innen wissen, wie sich das Leben in der Pandemiezeit anfühlt, wie es ist, in Isolation geschickt und mit den Bildern der überforderten Intensivstationen oder den Zahlen von Verstorbenen konfrontiert zu werden.

Und trotz der allgemeinen Corona-Müdigkeit bietet der Blick in die Geschichte spannende Erkenntnisse. Viele der heutigen Schutzmaßnahmen sind gar nicht neu: Quarantäne, Atemschutzmasken, Isolation der Krankheitsherde aber auch Verschwörungstheorien gab es auch schon bei den früheren Pandemien - auch wenn sie anders begründet wurden. Was haben wir aus der Geschichte gelernt? Was machen wir besser? Und welche Fehler werden wiederholt? - Das sind wohl die Fragen, die in Büchern beantwortet werden, die erst noch geschrieben werden müssen. Für die Schülerseminare von morgen.

14.07.2021: „Zwischen Offenbarung und Kontemplation“

In Band 163 der Wolfenbütteler Forschungen werden verschiedene hebräische Schriftrollen bzw. Schriftrollenfragmente aus dem Bestand der HAB erstmals ausführlich beschrieben und durch die exemplarische Einbeziehung vergleichbarer Manuskripte in die jüdische Handschriftentradition eingeordnet. Die Publikation von Annett Martini enthält Beiträge von Ad Stijnman und Dagmara Budzioch sowie ein Geleitwort von Peter Burschel. Mehr…

 

09.07.2021: 66 Neuerwerbungen der HAB im Rahmen der AG Sammlung Deutscher Drucke

Im zweiten Quartal des Jahres 2021 erwarb die HAB im Rahmen der AG Sammlung Deutscher Drucke (1601-1700) 66 neue Objekte. Eine Übersicht aller Neuanschaffungen mit Signatur gibt es als pdf zum Download. Mehr...

 

28.06.2021: Bibliothekarische Bereiche der Bibliotheca Augusta öffnen wieder, Erweiterung der Öffnungszeiten im Zeughaus

Öffnungszeiten und Benutzung ab dem 01.07.2021

Öffnungszeiten:

Zeughaus: Montag-Freitag 10–16 Uhr, Donnerstag 10–18 Uhr

Bibliotheca Augusta: Montag–Freitag 9–13 Uhr

 

08.06.2021: Bitte eintragen! Die Besucherbücher der Herzog August Bibliothek 1667–2000, herausgegeben von Hole Rößler und Marie von Lüneburg

Seit 1667 führt die Herzog August Bibliothek ein Besucherbuch. Es dokumentiert bis heute das anhaltende Interesse am weltberühmten Bücherschatz von Wolfenbüttel. Gelehrte Männer und Frauen, adelige Sammlerinnen und weitgereiste Diplomaten, Glücksritter und Bürgersleute, Fürstensöhne und Frauenrechtlerinnen, Dichterinnen und Scharlatane verbrachten manche Stunde staunend vor den dicht gefüllten Regalen.

Unter den abertausenden Einträgen in den mittlerweile 38 Bänden des Besucherbuchs finden sich viele bekannte und berühmte Namen. Einschlägige Autorinnen und Autoren stellen in dem nun erschienenen Buch prominente, erstaunliche und bemerkenswerte Besucherinnen und Besucher aus vier Jahrhunderten vor. In 21 kurzweiligen Essays wird das faszinierende Bild einer europäischen Bibliothek und ihrer internationalen Gäste gezeichnet. Die Wolfenbütteler Bibliothek war und ist, davon legt der vorliegende Band Zeugnis ab, nie nur ein Ort der Bücher, sondern vor allem ein Ort der Menschen. Besucherinnen und Besucher kamen aus unterschiedlichen Motiven in die Stadt an der Oker. Sie besuchten Freunde, hatten die Bibliothek als touristisches Ziel auserkoren oder suchten Zeitvertreib auf der Durchreise. Die einen kamen aus Neigung, die anderen aus Neugierde, und manch eine(r) wollte vielleicht auch nur sagen können, die berühmte Bibliothek von Wolfenbüttel gesehen zu haben. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Mit Beiträgen über Philipp von Zesen, August Hermann Francke, Gottlieb Stolle, Maria Magdalena Böhmer, Elisabeth Christine von Braunschweig Bevern, Scidid Spada Habaisci, Montesquieu, Simon von Geldern, Gotthold Ephraim Lessing, Johann Jacob und Ernestine Christine Reiske, Georg Forster, Katharina Schindler-Bergopzoomer, Michael Kosmeli, Ludwig Uhland, Wilhelm Busch, Emanuel La Roche, Henriette und Leopoldine Hontschik, Recha Rothschild, eine Gruppe Kölner Theaterwissenschaftler, Carl Schmitt, Christo und Jeanne-Claude. Ergänzt wird der Band durch zwei Essays zur Geschichte der Wolfenbütteler Besucherbücher und der Besichtigung dieser besonderen Bibliothek. Mehr...

 

06.05.2021: Portal des Fachinformationsdienstes Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft – Service im neuen Design

Nach einem Relaunch bietet das Rechercheportal des Fachinformationsdiensts Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft (FID BBI) in einem nutzerfreundlichen, übersichtlichen Design und unter einem neuen Logo ein erweitertes Angebot an Dienstleistungen. Mehr...

 

04.05.2021: Kostbarkeiten der jüdischen Schriftkultur

Zehn hebräische Schriftrollen bzw. Schriftrollenfragmente werden derzeit an der Herzog August Bibliothek aufbewahrt. Diese besonders kostbaren Überlieferungen der jüdischen Schriftkultur bieten seltene Einblicke in ein vernachlässigtes Gebiet der hebräischen Handschriftenkunde und weisen vereinzelt aufwendige Illuminierung durch Kupferstiche und Miniaturmalereien auf. Es ist daher erstaunlich, dass ihnen bisher nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Lediglich die vollständig erhaltene „Magdeburger Torarolle“ aus dem 14. Jahrhundert fand vereinzelt judaistisches Interesse. Eine etwas jüngere, ebenfalls vollständig erhaltene Torarolle aus dem späten Mittelalter, weitere Torarollenfragmente aus der Frühen Neuzeit bzw. aus dem 19. Jahrhundert sowie eine Hohelied-Rolle, zwei Ester-Rollen und zwei von einer Hand geschriebene Rollen Prediger und Rut blieben mehr oder weniger unbeachtet.

Der neue Band der Wolfenbütteler Forschungen „Zwischen Offenbarung und Kontemplation. Die Wolfenbütteler hebräischen Schriftrollen“ widmet sich dieser Forschungslücke. Annett Martini beschreibt die Wolfenbütteler hebräischen Schriftrollen erstmals ausführlich und ordnet diese mithilfe von Dagmara Budzioch und Ad Stijnman unter exemplarischer Einbeziehung vergleichbarer Manuskripte in die jüdische Handschriftentradition ein.

Mit ihrer Forschung initiiert die Autorin Fortschritte an der HAB. So erhielten mehrere der genannten Objekte erst 2020 im Zuge der Untersuchungen zu diesem Band eine Handschriftensignatur, um inventarisiert werden zu können. Auch die Frage nach der Provenienz der vor allem nach 1939 in der Bibliothek verzeichneten Rollen und Rollenfragmente gewann zunehmend an Bedeutung. Um die Frage nach der Herkunft einzelner Objekte zu beantworten und eine Restitution zu ermöglichen, führt die Herzog August Bibliothek nun weitere Forschungen durch und nimmt dabei auch andere antiquarische Erwerbungen genauer unter die Lupe. Mehr...

 

03.05.2021: Auf den Wegen der Dinge

Frühneuzeitliche Objekte aus unterschiedlichen geographischen Räumen und ihre Bewegungen außerhalb dieser Räume stehen im Mittelpunkt des jüngst erschienenen Bandes der Wolfenbütteler Forschungen. Vertreter*innen verschiedener Disziplinen knüpfen in „Things on the Move – Dinge unterwegs“ mit englisch- und deutschsprachigen Beiträgen an die Renaissance der Materialitätsforschung an, die in der nahen Vergangenheit den sozialen und kulturellen Eigenschaften sowie der Wissensdimension der Dinge größere Aufmerksamkeit zuteilwerden ließ.

Die Lebensläufe bestimmter Objekte zeigen ihre Fähigkeiten, neue Wahrnehmungen, Praktiken und Konzepte zu schaffen, die das kulturelle Selbstverständnis einer Gesellschaft beeinflussen. Die Beiträger*innen verfolgen den physischen und kulturellen Werdegang von Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens, Luxusartikeln, religiösen Objekten und schriftlichen Dokumenten nach. Dabei greifen sie auf verschiedene Perspektiven zurück, darunter z.B. die kulturelle Transformation der Objekte während ihrer Reise oder die Entstehung der Objekte in transkultureller Zusammenarbeit. Mehr...

 

16.04.2021: 67 Neuerwerbungen der HAB im Rahmen der AG Sammlung Deutscher Drucke

Im ersten Quartal des Jahres 2021 erwarb die HAB im Rahmen der AG Sammlung Deutscher Drucke (1601-1700) 67 neue Objekte. Eine Übersicht aller Neuanschaffungen mit Signatur gibt es als pdf zum Download. Mehr...

 

15.04.2021: HAB entführt in maritime Welten und architektonischen Wissensaustausch

In der Reihe der Wolfenbütteler Hefte präsentiert die HAB zwei Neuveröffentlichungen: „Seewege und Küstenlinien“ und „Wissensspeicher der Baukunst“.

In „Seewege und Küstenlinien“ geben fünf Essays, die anlässlich der vergangenen Ausstellung „Seewege und Küstenlinien – Meeresbilder aus Früher Neuzeit und Moderne“ zwischen Oktober 2017 und Januar 2018 entstanden sind, einen Einblick in die Bestände der HAB zur maritimen Horizonterweiterung Europas. Die Themen reichen von Schiffbrüchen über utopische Neuanfänge bis hin zu Schöpferkraft des Meeres.

„Wissensspeicher in der Baukunst“ ermöglicht einen Blick auf den eher unbekannteren Bestand der Handzeichnungen des 16. bis 19. Jahrhunderts. Neben zahlreichen Planzeichnungen und Darstellungen zu bau- und architekturbezogenen Themen steht das Medium der Ingenieurs- und Architekturzeichnung im europäischen Kontext des Wissensaustausches zwischen den Höfen im Vordergrund. Mehr…

 

20.10.2020: Jahresbericht der HAB 2019

In unserem Jahresbericht mit dem Titel "Forschung, Bibliothek, Kultur" präsentieren wir neben den üblichen Zahlen, Daten und Fakten auch die besonderen Ereignisse des Jahres 2019. Mehr...

 

Sponsoringleistungen, Spenden, Schenkungen und Werbungen

Die Niedersächsische Landesregierung hat am 01.04.2014 Änderungen der Richtlinie zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung in der Landesverwaltung beschlossen. Danach sind die angenommenen Sponsoringleistungen, Spenden, Schenkungen und Werbungen mit einem Wert ab 1.000 € im Einzelfall zeitnah zu veröffentlichen. Die angenommenen Leistungen der HAB können Sie für das Jahr 2020 und 2021 einsehen.