Seit dem 17. Jahrhundert ist die Bibliothek zu Wolfenbüttel ein Reiseziel für Gelehrte, Studenten und Tourist:innen sowie eine Sehenswürdigkeit für adelige Gäste des Fürstenhofs, auswärtige Diplomaten und durchreisende Personen aller Art. Die Erfahrungen und Eindrücke, die einige dieser Besucher:innen in Reisetagebüchern, Briefen und publizierten Berichten festgehalten haben, zeugen von den Routinen und Herausforderungen des bibliothekarischen Alltags, der veränderlichen Wahrnehmung von Büchern, Handschriften und Objekten sowie den Strategien der institutionellen Selbstdarstellung in Fürstenstaat, Kaiserreich und Republik.
Das vorzustellende Editionsprojekt möchte diese Quellen nutzbar machen für eine kulturhistorisch perspektivierte Geschichte der Institution, ihrer Sammlungen, ihrer Angestellten und ihrer Besucher:innen. Eine über drei Jahrhunderte gespannte systematisch-komparatistische Zusammenschau kann relevante Aspekte für Buch- und Objektbiografien, die Geschichte gelehrter Wissenspraktiken und den Imagewandel der Bibliothek zutage fördern.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Info zum Link über Ansprechpartnerin.
