Wie prägen Essen, Kochen und Kulinarik gesellschaftliche Zugehörigkeit – und wo entstehen durch sie Ausgrenzung, nationale Zuschreibungen oder kulturelle Transfers?

In ihrem Vortrag widmet sich Prof. Dr. Elena Korowin den vielfältigen Bedeutungen von Lebensmitteln und Esskulturen zwischen Alltag, Politik und Identität. Im Zentrum stehen Fragen nach sogenannten „Gastronationalismen“, nach kulturellen Aneignungen und Austauschprozessen sowie danach, wie über Essen Vorstellungen von Kultur, Herkunft und Gemeinschaft verhandelt werden.

Anhand historischer und gegenwärtiger Beispiele zeigt der Vortrag, wie kulinarische Praktiken Brücken zwischen Kulturen schlagen können – zugleich aber auch Grenzen markieren und gesellschaftliche Ausschlüsse sichtbar machen. Der Abend lädt dazu ein, Essen nicht nur als Genuss, sondern als Spiegel sozialer, kultureller und politischer Dynamiken zu verstehen.