Wolfenbüttel, 13. Mai 2026
Gemeinsam mit dem Forschungsverbund Frühe Neuzeit Interdisziplinär (FNI) richtet die Herzog August Bibliothek (HAB) vom 20. bis 22. Mai 2026 die 10. Internationale FNI-Konferenz aus. Unter dem Titel “The Mobility of People, Ideas and Objects between the German-Speaking Lands and the World beyond Europe” widmet sich die Tagung den vielfältigen Austausch- und Verflechtungsprozessen zwischen den deutschsprachigen Regionen und der außereuropäischen Welt in der Frühen Neuzeit.
Die Konferenz bringt internationale Wissenschaftler*innen aus Literatur-, Geschichts-, Kunst-, Musik-, Wissenschafts- und Religionsgeschichte zusammen und leistet einen Beitrag zur Neubewertung der Rolle deutschsprachiger Territorien innerhalb globaler frühneuzeitlicher Netzwerke. Thematisiert werden Mobilität, Wissenstransfer, kulturelle Begegnungen, koloniale Verflechtungen sowie Missions- und Handelsnetzwerke, Reisenarrative und die Zirkulation von Menschen, Ideen und Objekten zwischen Europa, Afrika, Asien und den Amerikas.
Organisiert wird die Tagung von Prof. Dr. Peter Burschel, Direktor der HAB, Dr. Volker Bauer, Leiter des Tagungsprogramms, und Dr. Elizabeth Harding, Leiterin der Stipendienprogramme. Unterstützt wird die Konferenz durch die Gesellschaft der Freunde der Herzog August Bibliothek sowie die American Friends of the HAB.
„Dass diese international renommierte Konferenz in Wolfenbüttel stattfindet, zeigt die besondere Rolle der Herzog August Bibliothek als Ort global vernetzter Frühneuzeitforschung“, erklärt Peter Burschel. „Die Tagung verbindet Forschende aus Nordamerika und Europa und macht Wolfenbüttel für einige Tage zu einem internationalen Zentrum des wissenschaftlichen Austauschs über die kulturellen und globalen Dynamiken der Frühen Neuzeit.“
Das dreitägige Programm umfasst thematisch gebündelte Panels, zwei internationale Plenarvorträge, sowie Abendempfänge. Zu den Höhepunkten zählen die beiden Plenartalks von Carina Johnson zu „Polygamy and Difference“ sowie von Achim Aurnhammer über „China im Modus des Paralleltransfers“ und den sich daraus ergebenden Deutungskonkurrenzen. Ergänzt wird das Programm durch eine Buchdiskussion zu Volker Bauers Studie Idealisierung und Entzauberung Europas um 1700.
Die Tagungsgruppe Frühe Neuzeit Interdisziplinär fördert seit vielen Jahren den internationalen und interdisziplinären Austausch zur Kultur, Politik und Gesellschaft des deutschsprachigen Mitteleuropas in der Frühen Neuzeit. Die alle drei Jahre stattfindende Konferenz versteht sich als Forum zur Vernetzung nordamerikanischer und europäischer Frühneuzeitforschung
Eine Teilnahme für Gäste ist möglich, Anmeldung unter ed.bah@gnuhcsrof
Abbildung: Bewohner einer Südseeidylle, 1701 -1770, Zinck, C. (Stecher). HAB: Graph. A1: 2879d (Foto: HAB)
