Kriegsgefangenschaft im Konflikt zwischen Frankreich und Großbritannien im Alten Reich (1757-1762): Räume – Praktiken – Lebenswirklichkeiten

Das Dissertationsprojekt verfolgt bei der Untersuchung von Kriegsgefangenschaft als wichtiges Phänomen des friedlosen 18. Jahrhunderts einen sozial- und kulturgeschichtlichen Ansatz. Zentrale Quellenkorpora sind dafür mehr als 40 Tagebücher und insbesondere Schriftgut aus deutschen, britischen und französischen Archiven. Erstes Anliegen des Projekts ist die Identifikation und Analyse der die Kriegsgefangenschaft betreffenden ‚Räume‘, von geographischen und ständischen Räumen bis hin zu Diskursräumen. Zweites Ziel ist eine praxeologische Perspektive auf frühneuzeitliche Kriegsgefangenschaft, die stark auf Körperlichkeit, Materialität und habitualisiertem Handeln basierte. Nicht zuletzt verfolgt die Studie den übergeordneten Anspruch, die ‚Lebenswirklichkeiten‘ der historischen Akteur:innen (u.a. Pierre-Nicolas de La Salle und Johann Ludolf Griesbach) in Form alltäglicher Erfahrungen und Praktiken übergreifend in den Blick zu nehmen.

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