Martin Luther in Wittenberg; Huldrych Zwingli in Zürich; Martin Bucer in Straßburg und Johannes Calvin in Genf – sie werden gemeinhin als die großen Impulsgeber und Wegbereiter der Reformationszeit dargestellt. Allerdings stehen die vier Reformatoren nur exemplarisch für eine ganze Bewegung, die von zahlreichen Personen auf unterschiedliche Art und Weise getragen wurde. Die Rolle der männlichen Akteure in der Reformationszeit ist dabei weitaus besser erforscht und wird an Universitäten in Vorlesungen und Seminaren ausführlicher behandelt als die Rolle der Akteurinnen. Auch Frauen hatten aber in der Reformationszeit im Rahmen der gesellschaftlichen Ordnungen Handlungsmacht.
Hier knüpft das Lehrbuchprojekt an, das ich im Forschungsgespräch gern vorstellen möchte. Das Lehrbuch, das ich gerade schreibe, soll das Thema „Frauen der Reformation“ für den universitären Unterricht aufbereiten. Es wählt dabei aber keinen biographischen, sondern einen sozial-, kultur- und theologiegeschichtlichen Zugang, der unter Berücksichtigung von ausgewählten kommentierten Quellenstücken in Lebenswelten, Handlungsfelder und Theologie von Akteurinnen der Reformationszeit einführt. Ziel ist es, die vielfältigen Handlungsfelder von Frauen in der Reformationszeit sichtbar zu machen und für die universitäre Lehre aufzubereiten.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Info zum Link über Ansprechpartnerin.
Bildbeschreibung: Wibrandis Rosenblatt.
