Ab der Mitte des 16. Jahrhundert gab es im Alten Reich eine auffallend hohe, jedoch bislang in der Forschung kaum wahrgenommene, Anzahl von Buchdruckerwitwen, die zum Teil über mehrere Jahrzehnte selbstständig aktiv waren. Im ERC-Projekt WidowsPrint – Widows in the Growing Print Industry, c. 1550-1700 wird untersucht, wie sich das Wachstum des Buchgewerbes auf die Handlungsspielräume dieser Witwen ausgewirkt hat. Dazu werden besonders die stark variierenden Auflagenhöhen in den Blick genommen, die seit Langem Forschende aus verschiedenen Disziplinen vor Herausforderungen stellen. Basierend auf einer Vielzahl von unterschiedlichen, und zum großen Teil unausgewerteten Quellen, wird das Projekt eine valide Datengrundlage für Auflagenhöhen im 16. und 17. Jahrhundert erstellen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Bildquelle: https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/16188/5)