Anders als viele Bücher, die die deutsche Geschichte vor allem westdeutsch interpretieren, verknüpft „Tausend Aufbrüche“ die Demokratieerfahrungen der Bundesrepublik mit denen der DDR. Morina zeigt, wie vielfältig und unterschiedlich die Ansprüche an Demokratie in Ost und West waren und wie diese nach der Wiedervereinigung bis heute nachwirken ­– mit besonderem Fokus auf den Aufstieg des Rechtspopulismus und die heutigen Herausforderungen. Anhand von bislang kaum genutzten Originalquellen wie Bürgerbriefen, Eingaben und Flugblättern beleuchtet sie auf einzigartige Weise das Demokratieverständnis „ganz normaler“ Bürger*innen. „Tausend Aufbrüche. Die Deutschen und ihre Demokratie seit den 1980er-Jahren“ wurde mit dem Deutschen Sachbuchpreis 2024 ausgezeichnet und gilt als ein bedeutender Beitrag zum Verständnis der deutschen Demokratiegeschichte.

Prof. Dr. Christina Morina, geboren 1976 in Frankfurt (Oder), studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Journalistik an den Universitäten Leipzig, Ohio und Maryland (USA). Seit 2019 ist sie Professorin für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte an der Universität Bielefeld. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Gesellschafts- und Erinnerungsgeschichte des Nationalsozialismus, in der politischen Kulturgeschichte des geteilten und vereinigten Deutschlands sowie im Verhältnis von Geschichte und Gedächtnis.

Die Lesung war Teil unserer Reihe „HAB gelesen“. Sie möchten mehr wissen? Hier gibt es alle Infos!

HAB gehört ist eine Produktion der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.

Aufnahme und Postproduktion: Landesmusikakademie Niedersachsen

Redaktion: Marie Adler

Sounddesign: Klingebiel Creative

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Foto: © Siedler Verlag