Als Ganze ist die Sammlung der Codices Helmstadienses aktuell Gegenstand des DFG-geförderten Tiefenerschließungsprojekts „Katalogisierung der mittelalterlichen Helmstedter Handschriften“, dessen Ergebnisse sukzessive online sowie in gedruckten Katalogbänden veröffentlicht werden.

Ziel des vorliegenden Projekts ist es, vor diesem Hintergrund als komplementäre Maßnahme einen bedeutenden Teil der noch nicht digital vorliegenden Bestände des Fonds, namentlich die Handschriften aus dem Besitz des protestantischen Theologen und Kirchenhistorikers Matthias Flacius Illyricus (1520–1575), die von Herzog Julius selbst gesammelten Klassikerhandschriften sowie eine Zahl von Handschriften aus der Sammlung des Braunschweiger Stadtschreibers und Gelehrten Gerwin von Hameln (um 1415–1496), zu digitalisieren und der Forschung in Verbindung mit den neu erstellten Beschreibungen zur Verfügung zu stellen. Durch die den aktuellsten Standards der Handschriftenerschließung und -digitalisierung entsprechende Präsentation soll eine weitere Intensivierung der historischen Erforschung von Inhalten wie Provenienzzusammenhängen der Codices Helmstadienses erreicht und zugleich mit dem im Bestand der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel reich vorhandenen Quellenmaterial ausgestattet werden. Die im Projekt entstehenden Digitalisate sind zu diesem Zweck über die Handschriftendatenbank der Herzog August Bibliothek frei im Netz abrufbar und unter einer Creative-Commons-Lizenz nachnutzbar.

Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeit: April 2020 – Dezember 2021
Projektbeteiligte: Dr. Christian Heitzmann, Andrea Opitz