Der Augsburger Kunstunternehmer Philipp Hainhofer ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Sammlungs- und Kunstpolitik der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts nördlich der Alpen. Er konzipierte, beauftragte und vermittelte nicht nur in hohem Maße artifizielle Kunstkammerobjekte, sondern beriet auch Sammler – darunter Herzog August d. J. – und dokumentierte von ihm besuchte Kunstkammern in seinen Reiserelationen. Seine Reise- und Sammlungsbeschreibungen enthalten eine Vielzahl an Informationen über die materielle und politische Kultur von Fürstenhöfen und Reichsstädten in der Epoche des Dreißigjährigen Krieges. Seit 2017 entsteht an der HAB zu diesen von Neapel bis nach Stettin reichenden Reisen eine kommentierte digitale Edition.

Der Vortrag von Michael Wenzel und Martin de la Iglesia skizziert die Grundzüge der herausragenden Quelle zur Kulturgeschichte der frühen Neuzeit, gibt einen Überblick über die im letzten Jahr veröffentlichte Editionswebsite und stellt darüber hinaus einzelne Aspekte und Features dieser Seite gesondert vor.

Die Veranstaltung findet digital statt. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann per E-Mail unter: ullmann@hab.de erfolgen.