Mit der digitalen Infrastruktur sollen die Potentiale der Digital Humanities für die sammlungsbezogenen nutzbar gemacht werden und neue Zugänge und Forschungsfragen zu den Sammlungen der drei Häuser ermöglicht werden. Die in diese Forschungsumgebung zu integrierenden Daten umfassen nicht nur die zentralen digitalen Bestände der drei Einrichtungen, sondern beinhalten auch Forschungsdaten aus den bestandsbezogenen MWW-Projekten. Somit wird es erstmals möglich sein, die wissenschaftlich hochwertigen Daten gemeinsam zu repräsentieren.

Um dies zu erreichen, werden die den Beständen zugehörenden bzw. noch zu entwickelnden Metadaten in die virtuelle Forschungsstelle integriert und somit zusammengeführt. Ohne Beschreibung und Strukturierung von Objekten durch Metadaten sind digitale Archive, Bibliotheken und Museen nur eingeschränkt für die Wissenschaft nutzbar. Daher konzentriert sich das Forschungsprojekt auf die Modellierung der durch Metadaten zu beschreibenden Entitäten sowie auf die Entwicklung und Nutzung von Metadatenstandards für den Forschungsverbund. Begleitet wird dies durch die Erstellung eines konzeptionellen Modells bzw. einer Ontologie für die Metadateninhalte des Forschungsverbundes. Somit sollen die entwickelten Formate in den einzelnen Einrichtungen nicht nur etabliert werden, sondern auch nachhaltig nutzbar und adaptierbar sein. Die begleitende Umsetzung der entwickelten Standards und Modelle durch die Verbundpartner ist ebenso ein wesentlicher Projektbestandteil.

Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des MWW-Verbundes
Laufzeit: März 2014 – Februar 2019
Projektbeteiligte: Timo Steyer (Bearbeiter)