Meine Dissertation beschäftigt sich mit Heilkunde in spätmittelalterlichen Frauenkonventen. Dabei interessieren mich die physischen Gegebenheiten, in denen Pflege stattfand, wie auch die Formen, die Heilkunde und Pflege innerklösterlich annahmen. Anhand von regulatorischen Werken und Texten von und für weibliche Geistliche untersuche ich, wie mit Krankheit und Tod in der Gemeinschaft und vom Einzelnen umgegangen wird. Entgegen des häufig zu beklagenden Verlusts an Beständen aus mittelalterlichen Frauengemeinschaften erlauben die in der Herzog August Bibliothek erhaltenen Vermächtnisse aufgelöster Frauenkonvente wie Lamspringe, Marienberg und Steterburg geographisch verortbare Einblicke in die Vorkehrungen zur Heilkunde und dem vorhandenen Wissen in weiblichen Gemeinschaften.
