Im 16. und 17. Jahrhundert spielten Phiolen eine prominente Rolle bei der Visualisierung der treibenden Kräfte der Natur, wie sie im Labor nachgestellt wurden. Fokus des Vortrags ist ein aufwendig illustriertes Manuskript – Coronatio naturae –, das in ganz Europa in zahlreichen Versionen zirkulierte. Kern der Argumentation wird sein, dass die Visualisierung der einzelnen Stufen des alchemistischen Prozesses eine zusätzliche, inhärente Bewegungsdimension aufweist, die als kinematographisch bezeichnet werden kann.

PD Dr. Stefan Laube ist Privatdozent am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit Oktober 2016 forscht er an der HAB über „Bilder aus der Phiole. Untersuchungen zur Bildsprache der Alchemie“, einem von der DFG geförderten Projekt.

 

Eintritt: frei

Die Veranstaltung findet digital statt. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann per E-Mail unter: ullmann@hab.de erfolgen.