Seit den 1970er Jahren werden an der HAB Handschriftenbestände aus Nordwestdeutschland (Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein) nach den Richtlinien und mit Förderung der DFG katalogisiert. Aus dieser Arbeit sind zahlreiche gedruckte Kataloge hervorgegangen, so etwa zu Handschriften in Lüneburg, Ebstorf, Hildesheim, Hannover, Oldenburg, Goslar und Bremen. Diese Kataloge sind zum größten Teil auch über die Handschriftendatenbank Manuscripta mediaevalia zugänglich.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt die Erschließung der abendländischen Handschriftenbestände in Deutschland mit einem eigenen Förderungsschwerpunkt, der heute in das Förderprogramm Kulturelle Überlieferung eingebunden ist. Die Bearbeitung erfolgt dabei meist an einem der sogenannten Handschriftenzentren: Bibliotheken mit umfangreichen eigenen Handschriftenbeständen, die eine hervorragende Literaturversorgung und die erforderliche technische Ausstattung bieten. Weitere Handschriftenzentren befinden sich an der Staatsbibliothek zu Berlin, der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg Frankfurt/M., der Universitätsbibliothek Leipzig, der Bayerischen Staatsbibliothek München und der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart.

Mit Förderung der DFG und anderer Förderinstitutionen werden auch Projekte zur Erschließung von Beständen und zum Aufbau von Datenbanken, zum Beispiel des Handschriftenportals, durchgeführt.

Institutionen können sich darüber hinaus bei Fragen der Digitalisierung von Handschriften an die HAB wenden.